Artikel 01/2020

Was im Leben ist wirklich wichtig?

 

 

Liebe Geschwister,

habt ihr euch schon einmal gefragt, was im Leben wirklich wichtig ist?

 

Wir werden geboren, verbringen eine kürzere oder längere Zeit auf diesem Planeten und verschwinden dann wieder. Das gilt für jeden von uns. Die Spanne zwischen Geburt und Tod füllen wir mit Leben. Wir haben in einem einzelnen Leben nur diese relativ kurze Zeitspanne, um unsere Ideen zu verwirklichen. Am Ende müssen wir jedoch alles wieder zurücklassen.  

 

Das Leben als Spiel zu betrachten, wäre das nicht besser, als alles immer nur verbissen zu sehen? Freud und Leid sind vergänglich, was uns bleibt sind die Erkenntnisse, die wir aus unserem Leben ziehen. Besitz, Ansehen und alles Weltliche haben keinen wirklich wahren Wert, bleibend ist nur, wie wir am Ende vor uns selbst dastehen. Was haben wir in diesem Leben gelernt? Wie haben wir uns gegenüber unseren Mitmenschen und unserer Umwelt verhalten? Jeder muss sich diese Fragen alleine beantworten.

 

Einen größeren Eindruck vom Loslassen erhalten wir, wenn wir aus dem Berufsleben ausscheiden. Egal wie wichtig oder unwichtig wir in unserem Beruf auch waren, als Rentner und im Tod sind wir wieder alle gleich. Manche Menschen nehmen ihr weltliches Rollenspiel so ungeheuer wichtig, dass sie sich von ihren eingebildeten Rollen gar nicht trennen können. Sie wollen einfach nicht glauben, dass auch sie ersetzbar und vergänglich sind.

 

Wenn Jugend, Schönheit und Wichtigkeit schwinden, braucht es manchmal Zeit, um diese Vergänglichkeit zu akzeptieren. Wer sich jedoch nicht frühzeitig auf sein unausweichliches Ende einstellen kann, der fällt im Alter in ein tiefes Loch. Es gibt leider zahlreiche Beispiele, wie hartnäckig alte Leute an ihren weltlichen Posten und Besitztümern hängen, obwohl es schon längst Zeit wäre, den Jüngeren das Feld zu überlassen.

 

Wenn eine Ära vorüber ist, sollte sich der vergängliche Mensch auf sich selbst besinnen und vielleicht noch einige Korrekturen vornehmen, denn es gibt einen Unterschied, wie man sein Leben geführt hat. Kann ich auf ein Leben mit Freude und Zufriedenheit oder auf ein Leben im Verbreiten von Angst und Schrecken zurückblicken? Habe ich den Sinn meines Lebens erkannt oder ein weiteres Leben vergeudet?  

 

Wir alle sind Geist in einem Körper und machen nur eine vorübergehende Erfahrung als Mensch. Diese Tatsache sollten wir schon früh in unserem Leben erkennen. Dazu gehört auch das Wissen, dass wir selbst es sind, die unser Leben durch unser Denken und Wollen selbst erschaffen. Mit diesem Rüstzeug sind wir bestens ausgestattet, um das Leben nach unseren Vorstellungen willentlich zu gestalten.

 

Da wir Geistwesen sind, ist es das Wichtigste, unser spirituelles Bewusstsein zu entwickeln. Unsere Seele möchte sich selbst erkennen. Der Mensch von heute trachtet jedoch fast nur darauf, seine weltlichen Fähigkeiten auszubauen. Die weltlichen Errungenschaften des Geistes sind zwar auch sinnvoll, da sie den Alltag erleichtern und für den allgemeinen Fortschritt sorgen, zur Seelenentwicklung tragen sie jedoch wenig bei. Vergesst also bei all den weltlichen Angeboten nicht, auch den Gott in euch zu erwecken.

 

 Solange wir in einem dualen Feld wie der Erde leben, können wir Gut und auch Böse wählen. Als Mensch haben wir die Möglichkeit, alle Erfahrungen, die wir uns vorstellen können, zu erleben. Wir haben einen freien Willen, den wir verantwortungsvoll einsetzen sollten, denn vor unserem Schöpfer müssen wir uns letztlich doch für all unsere Taten verantworten. Da wir jedoch ein ewiges Leben haben, bekommen wir immer wieder die Möglichkeit, unsere Irrtümer zu berichtigen. Auf die wunderbare Erde, die unser Spielfeld auf Zeit ist, sollten wir jedoch sehr, sehr achtgeben, damit wir dieses Spiel auch noch lange spielen können. 

 

Bitte denkt darüber nach.

zur Startseite