Artikel 07/2020

Die Welt in Flammen

 

 

Liebe Geschwister,

 

alles scheint derzeit aus den Fugen geraten zu sein. Proteste und Aufstände gegen Ungerechtigkeiten aller Art nehmen zu und werden immer lauter und druckvoller und nicht selten enden sie mit Gewaltausbrüchen. Massenaufstände werden unkontrollierbar, wenn sich ein gewaltbereiter Mob gebildet hat und die Teilnehmer von wütenden Anführern angestachelt werden. Dies kann leicht einem Tsunami gleich unaufhaltsam über das Land rollen und dabei alles zerstören.

 

Gerade junge Menschen wollen sich nicht mehr mit den gegebenen Missständen und Ungerechtigkeiten in der Welt abfinden und gehen vermehrt auf die Straße. Vor Corona war es die drohende Klimakatastrophe, dann die vielen Proteste gegen die Corona-Einschränkungen und derzeit flammen allerorten nicht endende  Rassismusproteste auf. Die Wut ist verständlich, doch sie kann sich nicht gegen eine Institution oder Regierung richten, denn diese sind selbst machtlos. Sie können - auch wenn sie es wollen - nichts dagegen tun, denn Rassismus spielt sich nur in den Köpfen ab und wer kann Gedanken kontrollieren? Der Feind ist also unsichtbar, genauso wie es der Corona-Virus ist. Was sich leider beobachten lässt ist, dass viele Protestierer dies nicht einsehen wollen. Sie suchen sich vermeintliche Schuldige, an denen sie ihre Wut auslassen können.

 

In vielen Völkern ist etwas in Gang gekommen, was der Einzelne nicht mehr im Griff hat. Die Gefahr einer Revolution ist greifbar geworden, doch vielen ist dies nicht bewusst, sie wollen nur mitmachen. Wohin dies führen kann, darüber macht sich kein Protestler groß Gedanken. Irrationales Denken macht sich ebenfalls rasant breit, so z.B. ist die Obrigkeit vielen ein Dorn im Auge, sie wollen am liebsten die Polizei abschaffen und möglichst alle alten Werte zerschlagen. Dieser Trend ist besorgniserregend, denn er verheißt nichts Gutes. Wie sich die Welt verändern soll, das kann kaum einer der Protestler so genau definieren. Erst mal ist wohl Chaos angesagt. Anarchie wäre der nächste Schritt, doch dann stünde die Welt in Flammen.

 

Oh Gott steh uns bei, was kommt da noch auf uns zu?

 

Die Menschheit hat seit ihrem Bestehen in fast allen Bereichen des Lebens fortwährende Probleme, die wohl nie ganz gelöst werden können, denn jeder Mensch hat eine andere Vorstellung vom Leben und einen freien Willen, welche so manchen auch sinnvollen Veränderungen im Wege stehen. Nach Gerechtigkeit zu streben ist ein ehrenwertes Ziel, doch ohne Geduld und kleine Schritte lässt sich die Welt nicht verändern. Auf der Erde wird es vollkommene Gerechtigkeit wohl nie geben, auch wenn so manchem die Geduld auf bessere Zeiten zu warten, fehlt. Doch mit Gewalt wird nichts erreicht, sondern alles nur noch schlimmer.

 

Liebe Geschwister, seid immer achtsam und friedlich auch in euren Protesten, ihr wisst vielleicht aus der Geschichte was eine Revolution anrichten kann. Wenn ein Aufstand der Massen unkontrollierbar wird, gibt es weder Freund noch Feind, denn was mit Gewalt angestoßen wird, zieht alle in Mitleidenschaft. Das Drama von damals muss sich heute nicht mehr wiederholen. Die Probleme, vor denen die Menschheit steht, können nicht von heute auf morgen gemeistert werden, da hilft auch kein Protest. Ihr könnt euch Lösungskonzepte einfallen lassen und mit Mitstreitern umsetzen, doch setzt eure Energie nur für das Wohl aller und für den Frieden ein. Nur das führt auch zum Ziel.

 

Bitte denkt darüber nach.

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