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Artikel 01/2020 Welthungerhilfe
Liebe Geschwister,
dieses Thema geht uns alle an und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Die Not in der Welt ist groß, doch Gott sei Dank gibt es viele Menschen mit Herz, die diese Not mit ihrer Spendenbereitschaft oder durch aktive Mithilfe lindern wollen. Der größte Teil der Spenden fließt jedoch in unüberschaubare Kanäle, bei denen keiner weiß, wofür sie verwendet werden. Die Regierungen der reichen Länder geben Milliarden für Entwicklungshilfe aus und haben dann keinen Einblick mehr darüber, was anschließend mit diesen Geldern geschieht.
Es ist dann freilich nicht auszuschließen, dass sie in die Taschen der Machthaber wandern und dann ist auch anzunehmen, dass die Hungernden nichts davon haben, sondern, das dafür Waffen gekauft werden um die meist korrupten Machthaber an der Macht zu halten. Dies ist nicht der richtige Weg, denn in diesen armen Ländern herrschen oft endlose Bürgerkriege, die das Land dann – durch diese gutgemeinten Spenden - noch mehr ins Elend stürzen.
In ein Fass ohne Boden sollte nichts geschüttet werden. Eine Kontrolle über den Fluss der Gelder ist darum unabdingbar und eine Gewähr dafür, das sich gutmütige Spender am Elend nicht auch noch mitschuldig machen.
Menschen, die am verhungern sind, brauchen natürlich sofort Hilfe und da ist es gut, wenn Lebensmittel verteilt werden. Den Spenderländern ist anzuraten, zusammen mit den Geldern auch Entwicklungshelfer in das jeweilige Land zu schicken um die Geldverteilung zu überwachen, damit der Aufbau von Schulen, Sanitäreinrichtungen und Arbeitsplätzen sichergestellt wird. Vertrauen ist gut, doch Kontrolle ist besser. Hilfe zur Selbsthilfe ist der einzig sinnvolle Weg, einem Land nachhaltig zu helfen. Wenn die Bürger eines Landes am Aufbau beteiligt werden, kann Hilfe auch fruchten. Durch sinnvolle Projekte – die dem Land angepasst sind - sollte es den Bürgern dort ermöglicht werden, ein menschenwürdiges Leben zu führen, in dem sie gerne auch weiterhin leben wollen.
Wenn es nicht gelingt, arme Länder zu stabilisieren, werden sich wieder ganze Völkerwanderungen auf den Weg machen, um anderweitig ihr Glück zu suchen. Dies ist natürlich auch nicht der richtige Weg, denn dadurch werden die Probleme nicht gelöst, sondern nur verlagert. Die derzeit beliebten Einwanderungsländer in Europa und Amerika haben auch nur eine begrenzte Kapazität, um Migranten aufzunehmen, auch wenn es so scheint, als würden diesen Ländern endlose Gelder zur Verfügung stehen. Es muss mehr geschehen, als nur Almosen zu verteilen, um die Not der Menschen zu lindern.
Es ist höchste Zeit und dringend notwendig, dass sich alle Regierenden der Geberländer in Europa, Amerika, Russland, Asien und anderen reichen Ländern an einen Tisch setzen, um das Welthungerproblem endlich auch wirkungsvoll zu lösen. Der Klimawandel verstärkt leider noch die Not in vielen Ländern und macht Hilfe oft wieder zunichte, doch aufzugeben ist keine Option.
Liebe Geschwister, Armutsbekämpfung ist ein weltweites Gemeinschaftsprojekt, bei dem auch jeder Einzelne gebraucht wird. Als Menschheit können wir damit unsere Menschlichkeit zeigen. Sind wir schon so weit, um auch freiwillig mitzuwirken oder brauchen wir noch Zeit, um die Dringlichkeit zu erkennen? Jeder ist zumindest aufgefordert, über die Not der armen Länder nachzudenken und vielleicht sinnvolle Ideen dagegen zu entwickeln. Wenn ihr schon eine Idee habt, dann bringt sie auch ein. Möge die Kraft mit uns sein.
Bitte denkt darüber nach.
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