Artikel 05/2020

Das Gleichnis vom Weinberg

 

 

Liebe Geschwister,

 

Gott erschuf den Menschen und gab ihm die Erde als Heimat. Gott wollte, dass die Menschen die Erde bestellen sollten, um sich von den Früchten der Erde zu ernähren und um sich geistig weiterzuentwickeln. Ab und an würde er wiederkommen und kontrollieren, wie weit die Menschheit in der Zwischenzeit gekommen ist. Die Entwicklung lief anfangs vielversprechend, doch viele Jahrtausende später musste er feststellen, dass sich die Menschen in eine falsche Richtung entwickelten und keinen geistigen Ertrag mehr erbrachten, sondern zu degenerieren begannen. Sie verstrickten sich zu sehr in die Materie und verloren immer mehr den Zugang zu den höheren Reichen.

 

Das Treiben eines großen Teils der Menschen missfiel Gott, denn sie entwickelten sich zu herzlosen Barbaren und rücksichtslosen Ausbeutern des Planeten. Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten, schickte er hochentwickelte Sachverständige, die auf allen Gebieten des täglichen Lebens spezialisiert waren, zur Erde, um die Menschen anzuleiten, bessere geistige Erträge zu erwirtschaften.

 

Die Menschen nahmen dies zuerst auch gerne an, doch sobald sie selbstständiger wurden, ließen sie sich nicht mehr von ihnen belehren und töteten sogar einige von ihnen. Sie erschufen stattdessen ihre eigenen Gesetze und Götzen, die sie anbeteten. Allen voran Mammon.

 

Nach dieser besorgniserregenden Fehlentwicklung der Menschheit schickte Gott den Höchsten Gelehrten, seinen Sohn auf die Erde, um die Menschen wieder auf den rechten Weg zurückzubringen. Doch sie erkannten den Sohn Gottes nicht, sondern sahen seine Lehre vielmehr als Provokation an, der ihnen nur ihre Pfründe streitig machen wollte.

 

Jesus lehrte gerechtes Teilen, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und nannte dies Liebe. Er brachte ihnen die Tugenden näher, ermahnte sie zu gegenseitiger Wertschätzung und zur sorgsamen Verwaltung und Pflege des Planeten und erklärte ihnen auch, dass das Reich Gottes, welches auch ihr Reich sei, nicht von dieser Welt wäre und dass sie dies nur durch gute Taten wieder erreichen könnten.

 

Dies alles war einigen Pharisäern zu viel des Guten und so beschlossen sie, ihn zu töten. Seine Jünger jedoch verbreiteten seine Lehre nach seinem Tod auf der ganzen Welt und so war Jesu Leiden nicht umsonst und bis heute nicht vergessen. Doch bis heute wurde davon erst nur ein kleiner Teil umgesetzt, denn des Menschen Mühlen mahlen langsam und auch der Klebstoff der Materie hält viele am Boden fest.

 

Vieles aus seinen Lehren wurde auch von den damaligen Herrschenden verfälscht dargestellt und so fehlen heute wichtige Teile daraus, vor allem die, welche die Menschen aus dem Jammertal herausführen könnten.

 

Ist das nicht eine traurige Geschichte?

Bitte denkt darüber nach.

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