|
Artikel 04/2020 Bitte wacht auf
Liebe Geschwister,
wir leben in unsicheren Zeiten, denn die Zukunft scheint ungewiss und düster. Viele Menschen fürchten sich davor, was noch alles kommen könnte. Wir erleben fast schon täglich neue Katastrophen irgendwo auf der Welt, doch persönlich angesprochen fühlen wir uns dabei kaum. Erst wenn über uns selbst eine Katastrophe hereinbricht, geraten wir in Panik und beklagen unser Schicksal.
Warum wir?
Corona ist derzeit so ein dramatisches Ereignis, welches sogar die gesamte Weltbevölkerung betrifft. Mit dieser neuen Situation sind viele von uns überfordert, denn es geht dabei um Leben und Tod. Die Gefahr für den Planeten und das Leben darauf haben wir noch nicht richtig realisiert, dennoch schocken uns die Todeszahlen. Wir Menschen haben jedoch nach einiger Zeit der Starre so etwas wie einen Gedächtnisverlust, der uns in einer geistigen Dumpfheit und Unbeweglichkeit verharren lässt.
Wir verdrängen das Problem einfach und wenn es länger dauert, verlieren wir schnell das Interesse daran. Zum Nachdenken bleibt auch kaum Zeit, denn alle Welt bemüht sich möglichst schnell wieder zur Normalität zurückzukommen, um da weiterzumachen, wo wir aufgehört haben. Unsere Lebensstrategie lautet: Augen zu und durch. Die einen nehmen alles schicksalsergeben hin, die anderen klagen und jammern oder verfallen in Schockstarre, bis jemand kommt, der ihnen wieder auf die Beine hilft. Es ist eine seltsam schwere und träge Energie auf der Erde, die die Massen am Boden hält und sie aus einem schockierenden Ereignis langfristig leider so gut wie nichts lernen lässt.
Woran liegt das?
Die Menschheit ist müde geworden von der Knechtschaft der Mächtigen und dem täglichen Überlebenskampf. Viele haben nicht die Kraft, sich den Herausforderungen zu stellen und schalten darum einfach ab. Doch all die vielen Ungerechtigkeiten, die Anfeindungen und Niedertracht einiger Mitmenschen, die uns das Leben schwer machen, immer wieder nur hinzunehmen und auf bessere Zeiten zu hoffen, hilft uns nicht weiter. Unser Zögern und Zaudern macht uns nur klein und unfähig, unser Leben selbst zu gestalten. Dieses ständige erdulden und resignieren sollten wir nicht länger beibehalten. Wir müssen emotional und mental wachsen, um stark zu werden, damit wir eine Stimme bekommen die auch gehört wird. Wir müssen lernen, selbständig und selbstbewusst auf beiden Beinen zu stehen und die Verantwortung für unser Leben selbst übernehmen.
Wenn wir uns gehenlassen und uns aufgeben, degenerieren wir geistig und fallen ins Tierbewusstsein zurück. Es ist so wichtig zu erkennen, wer wir sind und welche geistigen und spirituellen Möglichkeiten wir haben. Wir sind nicht hier, um das Leben nur einfach abzuarbeiten, wir haben auch eine Verantwortung für das große Ganze.
Diese Verantwortung können wir nicht übernehmen, wenn wir weiterhin schlafen. Keiner von uns ist frei von Verantwortung, denn wenn wir sie nicht übernehmen wollen oder können, muss jeder einzelne trotzdem dafür geradestehen. Das ist das Gesetz des Universums, in das wir eingebunden sind. Was wir brauchen, ist innere Stärke und den Willen die Welt so zu verändern, dass sie für alle lebenswert ist.
Wenn wir jedoch unsere gewonnene Stärke dann nur dafür missbrauchen, unser Ego zu füttern und uns über andere zu erheben, sind wir nicht besser als die, welche vorher unsere Peiniger waren. Wir müssen erkennen, dass wir nicht alleine sind, dass der Starke dem Schwachen helfen muss, dass wir in unserer menschlichen Entwicklung nur weiterkommen, wenn alle unsere Mitmenschen in der Lage sind, sich selbst zu helfen, denn nur so können wir alle zusammen auch auf Augenhöhe ein Leben in Anstand und Würde führen.
In der sozialen Hängematte zu verharren bringt auf Dauer auch keine Befriedigung, wir müssen uns aus eigener Kraft selbstverwirklichen, nur so können wir auch stolz auf uns sein. Unseren leidtragenden Mitmenschen helfen wir nicht, wenn wir ihre schlimme Lebenssituation bedauern und sie mit Almosen abspeisen, wir müssen als Gesellschaft auch dafür sorgen, ihnen gangbare Perspektiven aufzuzeigen, die ihnen ein eigenständiges Leben ermöglichen. Jeder Mensch hat das Recht, gesehen zu werden. Mit Geld allein ist nicht geholfen. Hilfe zur Selbsthilfe ist angesagt.
Doch jeder Mensch muss auch bereit sein, dabei mitzumachen. Jeder muss verstehen, dass Müßiggang und das Abwälzen von Verantwortung auf andere ihn nicht aus seiner Stagnation und erniedrigenden Abhängigkeit befreit. Jeder muss seine eigene Geisteskraft erkennen und auch positiv einsetzen, damit wir alle zusammen in unserer Entwicklung weiterkommen. Die großen Probleme auf der Welt entstehen doch nur, weil jeder nur für sich das Beste will und sich um seine Mitmenschen nichts schert. Wenn jeder zum Wohle aller denken und handeln würde, hätte jeder etwas davon. So wie wir uns jedoch derzeit verhalten, erschaffen wir immer nur weitere Probleme, die dann wieder auf uns zurückfallen. Doch nur gemeinsam sind wir stark und gemeinsam können wir auch mehr bewirken, als nur einer alleine.
Bitte wacht auf.
In der Vergangenheit haben wir auf Konsum und Wirtschaftswachstum gesetzt. Jeder glaubte, dass wir in sicheren Zeiten leben und unsere Wirtschaft, unsere Jobs und unsere Gesundheit sicher wären. Aus dieser Fehleinschätzung heraus haben wir horrende Schulden gemacht, haben große Autos, überteuerte Häuser und Wohnungen gekauft, die wir jetzt nicht mehr zahlen können, weil uns das Geld und die Jobs fehlen. Die niedrigen Zinsen haben uns Geschäfte machen lassen, die uns jetzt in den Ruin treiben. Keiner dachte mehr an Rücklagen für schlechtere Zeiten. All dies rächt sich jetzt. Nun sitzen wir auf unseren Luxusgütern, auf die wir so stolz waren und müssen uns jetzt zum Betteln in die Schlange stellen. Wer hätte das gedacht? Ja, ja, Übermut tut selten gut.
Das Wirtschaftswunder hat Pause, denn Corona stoppt den Kaufrausch, unseren übertriebenen Konsum, die hohen Mieten und die überzogenen Immobilienpreis und sogar den CO2-Ausstoß. Werden wir jetzt bescheidener, weil wir es sein müssen? Egal wie, sollten wir nicht in Zukunft unsere Wünsche genauer überdenken, bevor wir sie uns erfüllen, denn jeder Wunsch geht doch auf Kosten der Umwelt und belastet auch unsere Gesundheit, wenn wir gedankenlos alles konsumieren.
Lasst uns dennoch nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern auch den Nachbarn bei der Hand nehmen und lasst uns das selbsterschaffene Jammertal wieder verlassen. Die Erde und das Leben darauf brauchen jetzt mehr denn je unsere Fürsorge, statt sie immer weiter auszubeuten, müssen wir sie erhalten und schützen. Wir sind es unseren Kindern schuldig. Wir tragen die Verantwortung für unsere Welt und für das Universum, wir können uns nicht verstecken oder herausmogeln, denn das Leben holt uns immer wieder ein. Jetzt und auch nach der Krise sollten wir uns genau überlegen, was wir zum Leben überhaupt brauchen.
Natürlich braucht es jetzt vor allem frische Ideen und Willige, die sich für das Gute und für Alles-was-ist einsetzen. Also sitzt nicht herum, sondern packt mit an und geht hinaus in die Welt. Viele sind schon erwacht, doch es braucht mehr, es braucht auch deine Bereitwilligkeit und deinen persönlichen Einsatz. Wenn du allerdings nur darauf wartest, dass dein Nachbar zu dir kommt und dir sagt, wo es lang geht, wirst du nie selbständig und es wird sich auch nichts ändern. Ändere du dich, dann ändert sich auch die Welt.
Liebe Geschwister, wir gemeinsam müssen die Änderung zum Guten nur wollen und wir sind nicht allein, wir haben mächtige Hilfe, denn wir haben den Gott in unserem Innern, der uns Berge versetzen lässt, wir müssen ihn nur zum Vorschein bringen. Lasst uns Liebe und Güte in alle Menschenherzen ausstrahlen, dann haben wir auch den Segen der Geistigen Welt und Friede und Freude ist dann allezeit mit uns.
Bitte denkt darüber nach.
|