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Der verlorene Sohn Inspiriert von Meister Jesus
Geliebte Kinder des Einen,
ihr habt in eurem Menschsein viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Nicht alle davon waren zum Wohle von euch. Wenn ihr Kinder habt, die wohl geraten sind, dann könnt ihr euch glücklich schätzen. Leider erleben viele Eltern auch, dass ihre Kinder sich nicht immer nach ihren Vorstellungen verhalten. Eltern erwarten von ihren Kindern, dass diese sich ihnen gegenüber zumindest dankbar erweisen, da sie ihnen ja das Leben geschenkt haben. Im Idealfall ist das auch so, doch auch Eltern verhalten sich ihren Kindern gegenüber nicht immer ideal, was zu gegenseitigen Konflikten führen kann.
Wenn sich nun ein Kind von seinen Eltern abwendet und nichts mehr mit ihnen zu tun haben will, so hat das auch seine schwerwiegenden Gründe. Je nach Empfindlichkeit kann ein Kind vom Verhalten seiner Eltern seelisch so schwer getroffen sein, dass es sich enttäuscht abwendet und seine eigenen Wege geht. Oftmals handelt es sich um Missverständnisse, über die sich die Parteien nicht ausgesprochen haben.
So bleibt ein immerwährender schwelender Groll zurück, welcher das Verhältnis vergiftet. Sich beiderseits klar auszusprechen und den andern zuzuhören ist von enormer Wichtigkeit, damit alle Unklarheiten und Missverständnisse beseitigt werden können. Ungeklärte und verletzte Gefühle bleiben als Schatten auf der Seele zurück und werden als Last mit ins Jenseits genommen und müssen dann in einem nächsten Leben bereinigt werden. Was ihr jedoch heute schon bereinigen könnt, bleibt euch später erspart.
Unser Vater im Himmel hat viele undankbare Kinder auf der Erde, doch sein Standpunkt ist ein Erhabener, von dem aus er alles überblickt. Er weiß genau wie seine Kinder denken und fühlen. Er weiß genau, dass nicht jedes seiner Kinder schon die Größe hat, um eine Situation in Gänze zu überschauen und um sie richtig zu beurteilen, um gerecht handeln zu können. Er weiß, dass das Leben auf der Erde schwierig ist und seine Kinder Zeit brauchen, um zu erkennen, was zum Wohle aller ist. Er verzeiht darum seinen verlorenen Söhnen und Töchtern ihre menschlichen Unvollkommenheiten. Sobald sie zur Einsicht gekommen sind und wieder zu ihm zurückkehren wollen, nimmt er sie - ohne Vorbehalte - in Freude wieder bei sich auf. Seine Liebe, auch zu einem verlorenen Kind, ist bedingungslos und hat auch dann Bestand, wenn es sich in der Dunkelheit verirrt hat. Er gibt jedem seiner Kinder Zeit, die es braucht um sich zu entwickeln, damit es den Weg nachhause finden kann, um wieder in Liebe mit ihm, in der Einheit zu verschmelzen.
Eltern-Kind-Konflikte auf der Erde sind leider nicht immer so zu bereinigen, wie der Vater im Himmel sie handhabt, denn auch irdische Eltern haben oft noch nicht die nötige Reife, um in der Kindererziehung immer das Rechte zu tun. Dennoch können sich Eltern ein Beispiel am himmlischen Vater nehmen und Nachsicht mit ihren vermeintlich missratenen Sprösslingen üben. Andererseits sollten auch Kinder Nachsicht mit ihren Eltern haben, auch wenn diese ihnen gegenüber nicht die nötige Liebe aufbringen konnten.
Denkt daran: Kein Mensch auf Erden ist schon vollkommen, er kann jedoch nach Vollkommenheit streben. Es gibt auch nichts Unverzeihliches, es sind nur eure Emotionen und euer Ego, die euch glauben lassen, nicht verzeihen zu können. In diesem Fall solltet ihr an euren Emotionen und an eurem Ego feilen. Seid immer im Vertrauen, dass es eine Göttliche Ordnung und Gerechtigkeit gibt, dann ist alles gut und vor allem, bleibt in der Liebe, denn, wenn euer Herz geöffnet ist, könnt ihr alles verstehen und verzeihen. Möge die Liebe eure Herzen öffnen.
ICH BIN Jesus, euer Bruder, auch ich liebe euch bedingungslos.
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