Artikel vom 23/11/2021 ergänzt am 03/12/2021

Druck auf Ungeimpfte wächst

 

 

Liebe Geschwister,

 

eine regelrechte Hetzjagd auf Ungeimpfte zu veranstalten, ist unfair. Ihnen werden nun, wie es aussieht, die gestiegenen Fallzahlen angelastet, obwohl dies so nicht stimmt. Sie aus der Arbeitsstelle oder den öffentlichen Räumen auszuschließen und zu stigmatisieren, um sie zur Impfung zu zwingen, lenkt doch nur von den eigentlichen Problemen ab. Corona wird uns auf Dauer erhalten bleiben, so oder so. Das sollte inzwischen allen klar sein. Ein paar Naive haben geglaubt, dass nach der dritten Welle der Virus besiegt sei.  Ein Ende der Pandemie ist aber leider nur Wunschdenken. Jetzt glauben sie, dass mit der Impfpflicht für alle, das Leben wieder normal verlaufen könnte.

 

Die Impfung gegen das Virus ist ein großartiger Teilerfolg, wird aber irrtümlicherweise als Non plus Ultra angesehen, doch leider ist sie nachweislich auch kein 100%ig zuverlässiger Schutz. Dies wird nicht richtig kommuniziert und aufgeklärt, denn wie kann es sein, dass so viele glauben, sie wären mit der Impfung gegen eine Ansteckung geschützt. Diese trügerische Sicherheit lässt sie auch alle Vorsichtsmaßnahmen vergessen. Dass diese Sicherheit so nicht gegeben ist, beweisen inzwischen doch die bekannten Forschungsergebnisse. Ein Ungeimpfter dagegen, wird wie ein Aussätziger behandelt und von vielen gemieden, weil Geimpfte Angst haben, er könnte sie (auch mit Negativtest) mit dem Virus infizieren. Dabei ist es vielfach wohl umgekehrt.

 

Man stelle sich folgendes vor: Ein mit Corona infizierter Geimpfter oder Genesener bewegt sich wochenlang frei unter der Menschenmasse. Er selbst merkt nichts von seiner Virenlast und freut sich über den freien Kontakt zu den Mitmenschen und genießt das Zusammensein mit Freunden. Auf ihn wird nicht geachtet, da er ja einen Impfpass hat, der ihm ohne Test, freien Zugang zu allen öffentlichen Veranstaltungen und Räumlichkeiten gewährt. Obwohl er eine tickende Zeitbombe darstellt, darf er frei herumlaufen. Er steckt in der Zwischenzeit zigtausende Menschen an, doch keiner will diese Möglichkeit zugeben oder wahrhaben. Obwohl immer mehr Impfdurchbrüche bekannt werden, wird diese Gefahr immer noch nicht richtig erkannt. Die hohe Dunkelziffer, möchte ich gar nicht wissen. Jetzt wundern sich die „Fachleute“ nur, warum die Fallzahlen so rasant ansteigen.

 

Die Lage ist wahrlich zum Verzweifeln, doch schlimmer ist es, den Fehler zu machen, Geimpfte und Genesene als ungefährlich, für seine Kontakte, einzustufen. Ihnen einen Freibrief auszustellen, ist ein fataler Fehler. Tatsache ist doch, Geimpfte und Genesene können auch weiterhin angesteckt werden, andere mit dem Virus anstecken und ihn so unentdeckt weiterverbreiten. Das ist die bittere Wahrheit, die gerne noch verharmlost wird, weil alle auf die Impfungen gesetzt haben und nicht zugeben wollen, dass sie zu optimistisch waren.

 

Ein milderer Krankheitsverlauf wird durch eine Impfung zwar nachweislich erzielt, doch wie es jetzt aussieht muss die Nachimpfung wohl bis zu 2x jährlich wiederholt werden. Wie lange soll das dann mit den Impfungen so weitergehen? Und wie soll das bei einer Impfpflicht gehandhabt werden? Wäre das nicht auf Dauer eine Körperverletzung? Das dürfte wohl nicht alle begeistern. Man denke da auch an mögliche Resistenzen wenn zuviel geimpft wird. Eine Impfung ist also kein dauerhafter Schutz, um wieder so leben zu können, wie vor Corona. Desinformation, Verschweigen oder Verharmlosung von Gefahren im Zusammenhang mit Corona, ist unverantwortlich.

 

Die über 95000 festgestellten Impfdurchbrüche, allein in Deutschland, (Stand seit 1.02.2021 bis 11/2021) sollten ein dunkelrotes Warnsignal darstellen. Bis heute 03/12/2021 wurde die Zahl der bekanntgewordenen  Impfdurchbrüche auf über 260.000 erhöht. Die gestiegenen Zahlen sind wohl logisch so zu erklären, dass nun auch vermehrt Geimpfte getestet werden. Nun wird endlich auch die Dunkelziffer der Infizierten, die auch für alle ansteckend sind, erfasst.  

 

Geimpfte und Genesene haben durch die Bekanntschaft mit dem Virus eine zeitlich befristete Sensibilisierung ihres Immunsystems erhalten, sind allerdings deswegen nicht dauerhaft gegen eine Ansteckung geschützt. Das informierte Immunsystem erkennt und wehrt eindringende Viren zwar frühzeitiger ab, kann jedoch bei einer zu großen Virenlast in der Luft, auch nicht vollkommen gegen eine Erkrankung schützen. Je öfter und je längere Zeit ein Mensch mit dem Virus in Kontakt kommt, umso mehr reichert sich der Virus im Körper an und kann in der Folge zum Ausbruch einer Coronaerkrankung führen. Geschlossene Räume, große Menschenansammlungen und sorglose Urlaubsreisen, bedeuten weiterhin eine potentielle Gesundheitsgefahr. Darauf sollte noch viel öfter hingewiesen werden, um nicht weiterhin dem Irrtum zu unterliegen, dass der Virus Geimpften und Genesenen nichts anhaben könnte.

 

Geimpfte und Genesene, ohne negativen Coronatest auf die Allgemeinheit, zu Großveranstaltungen oder größeren Events, usw. - nur mit einem Impfausweis -  loszulassen, ist meiner Meinung nach unverantwortlich. Wer bitteschön beweist, dass ein Geimpfter oder Genesener den Virus nicht in sich trägt und nicht ansteckend ist? Dies kann doch wohl nur ein Test beweisen – oder nicht?

 

Ungeimpfte dagegen brauchen immer einen negativen Coronatest, wenn sie in Gruppen zusammenkommen wollen. Das ist bei hohen Fallzahlen auch richtig, denn nur so kann eine noch größere Ansteckung vermieden werden. Trotzdem sollten sie wohl als Sündenbock für die wieder steigenden Fallzahlen verantwortlich gemacht werden, nur damit die Impfquoten steigen. Durch diese verhängnisvolle einseitige Sichtweise und Handhabung, nur auf Ungeimpfte zu schauen, kann sich der Virus in Windeseile wieder überall weiterverbreiten. 2G einzuführen ist keine Lösung, sie kostet nur wertvolle Zeit.  Das ist ein zu hoher Preis, den wir alle zahlen müssen.

 

Geimpfte und Genesene bleiben leider auch weiterhin potentielle Virenüberträger.

 

Auch sie müssten genauso wie Ungeimpfte getestet werden. Die Verantwortlichen in der Politik und in den Gesundheitsämtern haben sich zu früh gefreut, sie dachten mit einer Impfung könnten sie den Virus besiegen. Es stellt sich nun heraus, dass eine Impfung nicht das Allheilmittel ist. Bei all der Fokussierung auf die Impfung wird vernachlässigt, ein brauchbares wirkungsvolles Medikament gegen die Covid-19-Erkrankung zu entwickeln. Ein Medikament, welches den Krankheitsverlauf stoppt oder abmildert, könnte viele Todesopfer vermeiden. So könnte auch das Leben, trotz Corona, wieder sorgloser verlaufen.

 

Der Virus wird uns erhalten bleiben, er ist mit den derzeit vorhandenen medizinischen Mitteln nicht gänzlich zu besiegen, doch die Politik kann nicht ewig unsere Händchen halten. Irgendwann müssen wir alle lernen, ganz normal mit dem Virus umzugehen. Das bedeutet, wir als mündige Bürger müssen entscheiden, mit vollem Wissen und Gewissen, ob wir ohne Angst vor möglichen Folgen, eigenverantwortlich, mit einem relativen oder ohne jeglichen Schutz vor Ansteckung, unseren Alltag leben wollen.

 

Relativer Schutz heißt:

Testen, Vorbeugende Impfung, Abstand halten, Maske tragen, Hygiene beachten, Desinfizieren, Lüften, nicht lange in geschlossenen Räumen aufhalten, auf unnötige Urlaubsreisen verzichten und viele Kontakte und Massenansammlungen meiden.

Keine dieser Schutzmaßnahmen beachten, bedeutet:

Ungeimpfte und Unachtsame können sich schneller als Geimpfte anstecken und vielleicht auch eher an der Krankheit sterben. Dafür müssten sie dann auch geradestehen.

 

Ein Impfverweigerer jedoch ist kein Verbrecher, er ist auch kein verantwortungsloser Gefährder, wohl aber ein, in höherem Maße, Gefährdeter. Schaut immer genau hin, wo das wahre Problem liegt, bevor ihr auf vermeintlich Schuldige zeigt. Solange jeder die freie Wahl, für oder gegen eine Impfung, hat, muss diese geachtet werden. Feindbilder aufzubauen ist keine gute Entwicklung.

 

Wie immer wir uns, für oder gegen eine Impfung entscheiden, die möglichen Folgen, müssen wir dann aber auch ohne Murren und Schuldzuweisungen selbst verantworten. Dies wird wohl die größte Herausforderung werden, denn wir neigen dazu, unseren Willen an vermeintlich klügere Autoritäten abzutreten und Schuldige zu suchen, wenn wir in Not geraten. Wenn wir es nicht schaffen, selbstverantwortlich für uns einzustehen, wird über uns bestimmt. Das würde eine Impfpflicht für alle bedeuten. 

 

Wir müssen jetzt wohl lernen, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen und Verzicht zu üben. Unsere Bewegungsfreiräume sind durch Corona nun mal eingeschränkt. Baut bitte keine neuen Feinbilder auf und lasst euch von der Angst nicht anstecken.

 

Eine Impfung ist kein Fehler, es sollte aber jeder machen können, was er für richtig hält.

 

Fazit: Inzwischen jedoch sollte jeder erkannt haben, dass der Virus auch durch Impfungen, wie sie derzeit auf dem Markt sind, nicht gänzlich besiegt werden kann, auch nicht durch eine Impfpflicht. Die Vakzime bieten, wie bekannt wurde, für nur etwa sieben bis neun Monate einen relativen Schutz. Das heißt doch, dass jeder immer wieder getestet werden muss. Also spielt es keine Rolle, bei der Virenübertragung, ob geimpft oder ungeimpft, weshalb eine Hetzkampagne auf Ungeimpfte, wie sie derzeit stattfindet, jede Grundlage entbehrt. Es führt kein Weg vorbei, dass auch in Zukunft, nur vorbeugende Schutzmaßnahmen und ständige Tests nötig sind, um den Virus in Schach zu halten. Der derzeitige Anstieg der Fallzahlen, ist auch der blauäugigen Sorglosigkeit – einen Impfpass als Freibrief auszustellen - geschuldet. Es sollte jedoch keiner glauben, dass nach der 3maligen Impfung für alle, der Virus dann auch bekämpft wäre. Das wäre zu schön.

 

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