|
Sinn der Tugenden
Warum sind Tugenden so wichtig? Alle spirituellen Meister und Lehrer weisen auf die Einhaltung der Tugenden hin. Tugenden sind keine Gesetze oder Maßregelungen, sondern beschreiben das natürliche Verhalten eines erwachten Menschen. Wer nach Erleuchtung strebt kommt schneller voran, wenn er über die einzelnen Tugenden meditiert und sich im täglichen Leben auch danach richtet. Sie aber ständig einzuhalten, fällt selbst einem Heiligen schwer. Für einen Anfänger ist es noch schwerer sich nach dem Höchsten auszurichten weil der Alltag und der derzeitige menschliche Umgang untereinander eher das Gegenteil fördert. Wer sich jedoch zum Göttlichen hin entfalten möchte, der muss wieder die Heiligkeit allen Lebens und sich selbst achten lernen. Einer der ständig aneckt, neidet, kritisiert, kommandiert, alles negativ bewertet, bei jedem Fehler von anderen außer Fassung gerät, sich rücksichtslos verhält und mit seinen Geschwistern und sich im Unfrieden ist, der muss noch viel an seinen Tugenden arbeiten. Dazu gehört auch jeder unterschwellige oder unterdrückte Ärger. Überall wo aufgestaute Emotionen und Widerstand hochkommt gibt es etwas zu verbesser. Um all die einzelnen Egoschichten und inneren Schmerzen abzubauen, bedarf es natürlich einiger Zeit der Anstrengung, doch es lohnt sich. Wenn das Umsetzen einer Tugend auch nicht sofort klappt, der kann es immer wieder neu versuchen und anstreben. Voraussetzung ist natürlich ständige Selbstbeobachtung und der ernsthafte Wille zur positiven Veränderung. Nur so lassen sich alle Untugenden nach und nach erlösen. Wenn ein Mensch der sich um Reinheit bemüht schließlich all den menschlichen Ballast abgeworfen hat, der lebt im inneren Frieden und strahlt ihn aus.. Wer sich der Liebe geöffnet hat wird alle Ungerechtigkeiten und alles Unrecht ablehnen und immer versuchen zum Wohle von Allem-was-ist zu handeln. Dies heißt natürlich nicht, dass einer der nach den Tugenden lebt, nun seine Ansichten wie ein Banner vor sich hertragen sollte. Dies wäre wohl eher scheinheilig. Ein Mensch der tugendhaft und in der Liebe lebt, dem wird man dies nicht unbedingt gleich von außen ansehen, denn er selbst wird diesen Zustand als ganz normal empfinden. Diese Menschen stehen zu ihrem Wort, sind meist direkt und unbeugsam in ihrer Meinung doch nachsichtig mit den Befindlichkeiten der sich entwickelnden Geschwister. Sie müssen weder ein Charisma ausstrahlen noch sichtbar einen Heiligenschein tragen, sondern wollen eher unauffällig und bescheiden im Hintergrund bleiben. Der weltlich orientierte Mensch kann den Zustand eines erleuchteten Menschen nicht erkennen, er wird aber dennoch von seinem Licht berührt. Welchem Zweck dienen die Tugenden? Die Tugenden sind der vollkommene Ausdruck der göttlichen Gesetze für das Universum. Ebenso wie es Bewahrer und Hüter der göttlichen Gesetze gibt so gibt es die Wächter und Lehrer der göttlichen Tugenden. Tugenden sind die tragenden Pfeiler der göttlichen Gesetze. Ohne Tugenden gäbe es nur Chaos und keine sinnvolle Ordnung. Da jedoch alles in der Schöpfung seine Ordnung hat, so haben auch die Tugenden ihren Sinn. Tugenden sind unveränderlich und werden ewig durch spezielle Personifizierungen des Schöpfers ausgedrückt. Da der Schöpfer ewig vollkommen ist sind auch seine Tugenden ewig vollkommen. Ein Mensch der seine Meisterschaft anstrebt, muss die Tugenden verstehen und integrieren. Ohne dieses Verständnis gibt es kein Weiterkommen in der spirituellen Entwicklung. Dies dient dem eigenen Schutz wie auch dem Schutz der bestehenden Schöpfung, denn ein Meister dem Macht über die Schöpfung anvertraut ist, der muss auch die Verantwortung für seine Schöpfungen tragen können. Damit dies nicht leichtfertig geschehen kann, dafür sind die Tugendwächter zuständig. Ein Meisterschüler kommt, nachdem er sein niederes Selbst gezähmt hat in die Obhut der Tugendwächter. Dies ist vergleichbar mit einer Immatrikulierung für ein höheres Studium. Die Schulung dauert solange bis der Schüler auch jede Tugend einwandfrei und sicher beherrscht. Dann kann er sich wahrlich auch ein Selbst-Meister nennen. Hat er die Tugenden integriert, kennt und richte er sich nach den göttlichen Gesetzen dann immatrikuliert er sich für die Lehre eines göttlichen Mitschöpfers. All diese Entwicklungsstufen werden von den entsprechenden Hierarchien überwacht. Nichts in der Schöpfung wird dem Zufall überlassen. TugendwächterInnen sind meist weiblich und uns als Göttinnen bekannt, z. B.: Pallas Athene, Immaculata, Portia, Isis, Aurora, Minerva, Diana, Hekate, usw.
|