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Der Reiche gibt den Armen. Menschen teilen ihre Habe und spenden immer mehr Geld. Diese Lebenseinstellung setzt sich erfreulicherweise immer mehr durch. Doch es gibt eine unterschiedliche Bedürftigkeit die ein weiteres miteinander teilen aus Menschheitssicht erfordert. Dies betrifft neben Geld, Nahrung, Bildung und Arbeit auch das Teilen des Lebensraumes und erfordert somit auch die Beachtung der Bedürfnisse der Erde.

Der Reichtum auf der Erde ist ungleich verteilt. Dies bewirkt eine Kopflastigkeit auf Seiten der Besitzenden und ein Ungleichgewicht auf Seiten der Besitzlosen. Der Reiche bestimmt was geschieht und beherrscht somit den Armen. Dieses System kann immer zu Gunsten des Reichen gesteuert werden. Angebot bewirkt Nachfrage und umgekehrt. Der Mittellose wird aber immer nur Diener bleiben und lebt – gut oder schlecht - von dem was der Geber anbieten will. Er bleibt somit immer der Willkür ausgeliefert. Dieses System nennt man Demokratie und wird als das derzeit gerechteste Verteilungssystem angesehen und von vielen Staaten als wünschenswert angestrebt. Jeder möchte vom Kuchen ein möglichst großes Stück.

Dennoch strebt dieses System einem fatalen folgenschweren Ziel entgegen. Es lebt vom Wachstum und ist nur auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Somit bleibt es der Gier und der Maßlosigkeit Einzelner ausgeliefert und es gibt kein Regelwerk das dem ausufernden Wachstum entgegenwirken kann. Der mit den größten Geldquellen bestimmt was Getan wird und dieser verfügt somit über die Macht, die Umwelt nach Belieben auszubeuten und damit zu zerstören. Konzernmoloche sind die modernen Sklavenhalter und das Übel der Neuzeit da sie ein Machtmonopol besitzen und nur auf Gewinnstreben aus sind.

Dieses System ist auf Dauer zerstörerisch und kann darum nur zeitbegrenzt existieren. Unser Ökosystem ist durch ständigen Raubbau an der Natur angeschlagen und in besorgniserregendem Zustand. Ständig steigender Energiebedarf, bedingt durch ständiges Gewinnstreben, bringt bereist durch den unüberlegten Einsatz todbringender Hochtechnologie die Menschheit in Gefahr. Es ist höchste Zeit dem Einhalt zu gebieten. Aber wie?

Den Reichen das Geld wegnehmen und den Mittellosen zu geben ist nicht die Lösung. Dies würde vermutlich ein noch schnelleres kollabieren des Ökosystems bewirken denn der bewusstlose Mensch in seiner unkontrollierten Gier nimmt auf nichts Rücksicht. Somit kann nur gehofft werden, dass der Wille zur Bewahrung der Lebensräume in den bereist bewussten Menschen weitere wächst und sich ein Umdenken durchsetzt, solange es noch nicht zu spät ist. Dieses Umdenken zum Wohle Aller kommt aber ohne eine Umverteilung des Reichtums und ohne ein vernunftgesteuertes Regelwerk nicht aus.

Die Fragen die gestellt werden müssen lauten:

Was bringt den Menschen dazu, den Planeten zu erhalten und nicht weiter auszubeuten? Was ist für den Menschen notwendig und auf was kann er verzichten? Welches ist das auf Dauer beste lebenserhaltende Wirtschaftssystem für die ganze Menschheit und was muss für das machbare Vorgehen zur Umsetzung getan werden? Hat ein Einzelner oder eine Interessensgruppe überhaupt das Recht übermäßigen Reichtum anzuhäufen und somit die Macht über das Schicksal der Massen zu bestimmen? Ist Reichtum eine Frage des Geldes? Wem gehört die Erde? Was muss Aufgabe und Pflicht der Politik gegenüber der Menschheit und der Erde sein? Wer bestimmt, der Einzelne, eine Partei oder das Volk?

Diese Fragen sind sehr unbequem da sie für Einige Interessensgruppen einschneidend sein werden, dennoch müssen sie in naher Zukunft gestellt und beantwortet werden wenn die Menschheit als Ganzes noch eine lebenswerte Zukunft haben will.

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