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Artikel 03/2020 Der Umgang mit der Sexualität
Liebe Geschwister,
dieses Thema bietet viel Stoff zum Nachdenken. Angesichts des immensen Missbrauchs dieser Göttlichen Kraft könnte man an der Männerwelt schier verzweifeln.
Männer was ist los mit euch? Macht euch euer Bestes Stück zum Tier? Könnt ihr eure Manneskraft immer noch nicht beherrschen? Habt ihr Identitätsprobleme oder Komplexe? Oder was sonst?
Das Mannsein stellt die Hälfte der Menschheit vor scheinbar unüberwindliche Herausforderungen. Vielen gelingt es nicht, dieser Verantwortung gerecht zu werden, denn wie kommt es, dass 95% aller gefassten Straftäter Männer sind? Gerade bei Sexualtätern könnte man denken, dass sich bei ihnen der Verstand nicht im Kopf sondern in der Hose befindet. Wie erklärt es sich, dass sich so viele vermeintliche Saubermänner plötzlich als Sexmonster herausstellen? Was macht hochgeachtete Kirchenmänner zu Kinderschändern?
Wir können nur ahnen, was sich alles in beruflichen und familiären Bereichen an Missbrauch abspielt, vieles wird aus Scham verschwiegen und kann darum auch nicht bekannt werden. Viele Frauen werden nachweislich von ihren Ehemännern körperlich und sexuell misshandelt und sogar getötet. Die Dunkelziffer sexueller Übergriffe scheint gigantisch zu sein. Wie ist das möglich? Da stimmt doch etwas ganz und gar nicht in unserer sauberen Gesellschaft.
Dieses Ungleichgewicht in der männlichen Natur muss erklärbare Gründe haben, denn wie sonst könnte das angeblich so starke Geschlecht so erbärmlich schwach sein? Ist es die Erziehung? Fehlen Einsicht und Verstand? Steckt der Mann noch in seiner Triebnatur? Auf alle Fälle besteht da noch ein großer Nachholbedarf an Menschlichkeit. Unrechtsempfinden und mangelnde Moral halten viele Männer noch auf einer niederen Entwicklungsstufe fest. Die Menschheit als Ganzes steckt leider auch heute noch in den Kinderschuhen.
Liebe Geschwister, dieser Missstand muss jedoch beseitigt werden, wenn die Menschheit in eine höhere Entwicklungsstufe eintreten will. Diese untragbaren Zustände sind doch auf Dauer keines Menschen würdig. Welche Probleme haben denn nun gerade Männer?
Sexualität und Macht sind schwer beherrschbar und in Kombination sind sie schier unüberwindlich. Männer haben sich beides mit ihrer körperlichen Stärke erkämpft und spielen diese überlegene Macht seit Jahrtausenden über Schwächere aus. Sie fühlen sich in dieser Position unbesiegbar. Weshalb sollten sie daran auch etwas ändern?
Frauen dagegen zählten schon immer zu den Unterdrückten und Schwachen, weshalb sie durch ihren Leidensdruck nach anderen Wegen aus der Unterdrückung suchen. Die Emanzipationsbewegung hat vieles verändert, jedoch noch nicht genug, weshalb Frauen sich in den letzten Jahrzehnten auch vermehrt der spirituellen Entwicklung zugewandt haben und ihr Heil dort suchen. Dies ist auch der Weg, den die Menschheit in seiner Evolution gehen muss, um in eine höhere geistige Stufe zu gelangen. Männer haben diesen Weg, aufgrund ihrer vermeintlichen Überlegenheit, noch nicht gefunden.
Warum Männer in ihrer Einstellung eher rückständiger als Frauen sind und auch mehr in ihrer Triebnatur gefangen sind, hat auch naheliegende offensichtliche Gründe. Der tägliche Gang auf die Toilette konfrontiert sie permanent mit ihrem Geschlechtsteil. Dieser ständige Körperkontakt ist nicht zu unterschätzen, denn das Anfassen des eigenen Penis stellt immer auch eine unbewusste sexuelle Stimulation dar. Beim Anblick einer Frau werden Männer darum auch schneller erregt und das führt wie wir wissen, leider auch zu vielen Übergriffen.
Dieses Thema stellt einen Tabubruch dar und wird vermutlich von einigen heiß diskutiert, doch es sollte auch mal frei angesprochen werden. Frauen werden an jeder Ecke als Sexobjekte mit entblößten Busen und Po dargestellt, doch über das männliche Geschlechtsteil darf nicht mal öffentlich geredet werden. Was ist das für eine Moral?
Sexueller Trieb gepaart mit niederer Gesinnung, stellen ein Pulverfass dar und würden der Gesellschaft noch mehr abverlangen, wenn es kein Ventil dafür gäbe. Damit sich triebgesteuerte Männer nicht bei jeder Gelegenheit auf Frauen stürzen, wurden die Ehe und die Prostitution erfunden. Auf diese Weise können Männer sich natürlich abreagieren. Prostituierte sind die wahren Sozialarbeiter und haben ganz zu Unrecht einen schlechten Ruf.
Es ist schon pervers, den Kirchendienern ein Zölibat zu verordnen, obwohl allen klar sein müsste, dass sich eine natürliche Kraft, niemals auf Dauer durch Verbote unterdrücken lässt. Immer da, wo der natürliche Fluss des Lebens gebremst wird, entsteht ein Staudamm, der irgendwann einmal bricht. Die Unterdrückung des sexuellen Triebes bei Priestern stellt sich nun als fatal heraus, denn hinter verschlossenen Türen entwickelten sich die größten Schandtaten. Da exzessive männliche Sexualität in der Gesellschaft immer noch ein Tabuthema ist und nicht angeprangert wird, zeigt sie sich durch vielerlei Perversität.
Vergewaltiger sind moralisch unentwickelte Männer, die Frauen als Freiwild ansehen und ihnen unbewusst die Schuld daran geben, dass sie ihre Triebe nicht beherrschen können. Da sie in ihrem Leben vielfältige Zurückweisung erfahren haben, strafen und erniedrigen sie Frauen stellvertretend dafür. Sie erkennen nicht, dass sie sich dafür selbst bestrafen. Von dieser Sorte gibt es leider zu viele.
Sexualität sollte doch etwas Freudvolles und Schönes sein. Männer und Frauen müssen sich einander nur mehr respektieren und wertschätzen lernen. Wer sagt denn, dass Spontanität in der Sexualität etwas Verwerfliches wäre? Die Einstellung dazu spielt sich doch, wie alles, nur im Kopf ab. Die Religionen haben die natürlichen Instinkte der Menschen verteufelt, weil sie fürchteten, wenn Menschen selbständig handeln und denken würden, sie die Macht über sie verlieren würden. Frauen hatten keine Rechte, sie galten als Eigentum des Mannes und man verglich sie mit falschen Schlangen, die keine Seele hätten. Diesen Humbug aus den Köpfen zu vertreiben, kostete Jahrhunderte an Überzeugungsarbeit. In einigen rückschrittlichen Ländern glaubt man das auch heute noch.
Sich vor Geschlechtskrankheiten und ungewollter Schwangerschaft zu schützen, dafür gibt es heute Kondome und die Pille. Exzessive sexuelle Ausschweifungen braucht kein normaler Mensch, doch alles was der Mensch aus freien Stücken macht, sollte auch seine Privatsache sein. Es darf dabei nur niemand gegen seinen Willen zu einer Handlung gezwungen werden. So einfach wäre das. Sich an den Tieren ein Beispiel zu nehmen wäre gar nicht so verkehrt. Der Mensch jedoch ist in seinen Gefühlen und in seinem Denken so kompliziert geworden, dass er seine Natürlichkeit verloren hat. Ohne Vorschriften und Regelungen würde er sich ins Chaos stürzen.
Liebe Geschwister, denkt auch wieder neu über menschliche Liebe, Sex, Ehe und Partnerschaft nach, damit diese vielen Missverständnisse und falschen Erwartungen, die zu Abhängigkeit, Missbrauch und Gewaltausbrüchen führen, endlich aufhören können. Habt einfach nur Freude am Zusammensein.
Sich zu trennen, wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist keine Schande und auch kein Weltuntergang sondern ein ganz normaler Vorgang. Richtet euer Leben schon vorher entsprechend ein, damit ihr eine Trennung auch problemlos vollziehen könnt. An eine Verbindung für die Ewigkeit glaubt doch heute fast keiner mehr. Und das ist auch gut so. Pervertiert euer Sexleben nicht. Euer Körper ist heilig.
Bitte denkt darüber nach.
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