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Oktober 2021 Rechtsextremismus
Liebe Geschwister, lasst uns die Fragen analytisch und unvoreingenommen angehen.
Wie entsteht er? Was nährt ihn? Was verhindert ihn?
Rechtsextremismus entwickelt sich aus einer extremen Heimatverbundenheit und dem Glauben, das Vaterland erhalten und verteidigen zu müssen. Dazu gehören noch entsprechende Ansichten, was Recht und Ordnung betrifft und wer zum Volksstamm gehört und wer nicht. Fremde werden als unerwünschte Eindringlinge angesehen, die eine Gefahr für die innere Sicherheit, die Kultur und das Brauchtum darstellen. Menschen dieser Gesinnung suchen sich in der Regel eine starke Führerpersönlichkeit, welche ihnen suggeriert, was sie glauben sollen und der sie vertrauen und blind folgen können. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist die Folge ihres Glaubens, von dem sie dann auch durch kein Gegenargument mehr abrücken können. Ihre Meinung ist so fest zementiert, dass sie gegen jede Vernunft resistent sind.
Auf den rechten Terror nur mit Anschuldigungen, Strafandrohungen, Verboten oder schulmeisterlichen Worten zu reagieren, lassen Extremisten kalt. Zu glauben, man könne diese Menschen „umerziehen“, wäre aussichtslos und gefährlich naiv. Menschen mit dieser Gesinnung gibt es leider in jedem Land der Welt. Wenn sie jedoch in einem Land die Oberhand gewinnen, können sie zu einer großen Gefahr für die Nachbarländer und für das eigene Volk werden.
Der letzte gigantische Migrationsstrom nach Europa hat die jeweilige einheimische Bevölkerung aufgeschreckt, rechtsextreme Gruppen entstanden und verängstigte Bürger in ihre Arme laufen lassen. Die Gefahr, dass viele unzufriedene Bürger sich ihrem Gedankengut anschließen und diesen Gruppen zur Macht verhelfen können, besteht heute leider wieder. Politiker haben die Pflicht, dieser Tendenz entgegenzutreten, indem sie den Willen aller Bürger ernst nehmen und auch umsetzen. Wenn große Teile der Bevölkerung mit einem übermäßigen Zuzug Fremder nicht einverstanden sind, dann sollten die Politiker dies auch akzeptieren und ihre Entscheidungen danach ausrichten.
Um das Jahr 2019 erkannten viele Politiker diese Gefahr von rechts nicht richtig und trafen Entscheidungen über die Köpfe der besorgten Bürger hinweg, indem sie entschieden was sie als Partei glaubten und für richtig hielten. Wenn diese Arten der Ignoranz und Uneinsichtigkeit eigenwilliger Politiker stur umgesetzt werden, bekommen Extremisten immer mehr Zulauf.
Wenn das Gefühl der Menschen die denken „Jetzt-reicht´s“, unterdrückt wird, braut sich ein Pulverfass zusammen welches leicht explodieren kann. Zur Sicherheit der hier lebenden Zuwanderer und der inneren Sicherheit, sollte den Forderungen der überforderten einheimischen Bürger nachgegeben werden.
Wem der nicht endende Zustrom vieler Fremder zu viel ist, der muss noch lange nicht fremdenfeindlich oder rassistisch sein. Man bedenke, dass dies ganz normale Menschen sind. Wenn das nicht verstanden wird, können sich die Gefühle der Menschen auch schnell in Ablehnung und Hass verwandeln.
Jeder Mensch, auch der Gutmütigste, hat eine Grenze der Zumutbarkeit und dem muss auch in der Masse Rechnung getragen werden. Ein Mensch kann zum Gutsein nicht gezwungen werden. Wer das nicht begreifen oder nicht akzeptieren kann und die offensichtlichen Sorgen der Bürger ignoriert, der öffnet die Büchse der Pandora. Die damalige Bundeskanzlerin in ihrer Gutmütigkeit hat diese Büchse bereits geöffnet. Sie ahnte wohl nicht, was sie durch die Grenzöffnung 2015 heraufbeschwor. Wenn die allgemeine Unzufriedenheit überhandnimmt, dann können sich schnell Zustände entwickeln, die wir im sogenannten „Dritten Reich“ bereits hatten. Die Welt besteht nicht nur aus Gutmenschen.
Menschen mit extremen Ansichten wird es immer geben, sie einzusperren funktioniert nicht, die einzige Möglichkeit sie ruhigzustellen ist, auch ihre Grenzen zu achten. Ein Volk besteht aus Menschen unterschiedlichster Gesinnung, diese unter einen Hut zu bringen, ist die hohe Kunst der Politik.
Alles im Leben hat seine Grenzen der Zumutbarkeit, diese sollten erkannt und nicht überstrapaziert werden, damit sich erst gar kein Widerstand aufbauen kann. Diese Vorausschau und Weisheit sollte jeder Politiker haben. Rot, Rot, Grün wollten auch nicht glauben, dass es für alles Grenzen gibt, sie setzten sich eigenwillig über die Befürchtungen ihrer Nichtwähler hinweg, weil sie glaubten, dass alle Menschen gut sein müssen.
Damit jedoch schürten sie den Zorn der Menschen, die mit ihrer Politik nicht einverstanden waren, immer weiter. Zur Wahl 2021 war jedoch wieder alles vergessen. Der Wähler entscheidet, je nach Situation, oft emotional und spontan, ohne viel darüber nachzudenken. So kann er immer wieder dieselben Fehler machen.
Die ständig steigenden rechtsextremen Ausbrüche in Deutschland zeigten auf, dass die führenden Politiker mit der Situation 2019 überfordert waren und kein wirksames Gegenmittel hatten. Warum muss ein Kind erst in den Brunnen fallen, bevor nachgedacht wird? Der Rechtsextremismus in Deutschland und auch in ganz Europa ist die Folge einer falschen Einschätzung der Wünsche und Sorgen der jeweiligen einheimischen Bevölkerung.
Liebe Geschwister, lasst euch nicht einreden was ihr tun müsst, sondern denkt nach und entscheidet aus dem Herzen und aus der Vernunft heraus. So manches was gut gemeint ist, kann sich auch leicht ins Gegenteil verkehren. Denkt dabei auch an die Befindlichkeit eurer Nächsten und verurteilt nicht gleich jene, die euer „Gutsein“ nicht mit euch teilen können.
Über die Jahre hinweg gibt es immer wieder neue politische Strömungen, mal liberal fortschrittlich, dann wieder extrem konservativ. Um Veränderungen den Schrecken zu nehmen, empfiehlt es sich, Neuerungen den Bürgern ausführlich zu erklären und wenn eine Mehrheit die Veränderungen nicht will, dann dürfen sie auch nicht mit der Brechstange durchgesetzt werden. Nur wenn sich der Bürger einbezogen fühlt und eine Veränderung in seinen Augen auch Sinn macht, wird er bereitwillig mitmachen. Wenn allerdings Politiker nicht mehr auf das Volk hören, dann wird es wieder Zeit für eine neue Partei, die zuhören kann. Das ist Demokratie.
Bitte denkt darüber nach.
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