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Oktober 2021 Unser verschwenderischer Papierverbrauch
Liebe Geschwister,
der Onlinehandel hat ein neues Problem erschaffen, welches jetzt so richtig sichtbar wird. Wir sollten uns das mal genauer ansehen, denn wir haben es ja entstehen lassen. Bestellungen über das Internet sind sehr bequem geworden, doch diese haben nun ausufernde Ausmaße erreicht und die Folgen wachsen uns über den Kopf. Wir wollen alle etwas für die Umwelt tun und weniger Abfall produzieren, doch das genaue Gegenteil davon ist eingetreten.
Die Papierindustrie verzeichnet einen enormen Verbrauch an Zellstoffen zur Papier und Kartonagenherstellung, sodass die Rohstoffe immer knapper werden. Durch die vielen Pakete die wir uns täglich zuschicken lassen ist eine Knappheit entstanden, die auch, wenn wir unsere Wälder plündern, unseren Bedarf nicht mehr decken kann. Wir müssen uns also etwas einfallen lassen.
Es geht nicht an, dass wir uns zwanzig Kleider so zum Spaß bestellen und neunzehn davon wieder zurückschicken. Diese Verantwortungslosigkeit dürfen wir uns einfach nicht erlauben. Unser Verbrauch hat inzwischen zu einer enormen Preisanhebung für Papierwaren geführt, sodass auch Bücher und Zeitschriften immer teurer werden. In unserer Euphorie haben wir nicht an die Folgen gedacht. Ich frage mich, muss uns alles erst verboten werden, bevor wir selbst etwas einsehen? Haben wir denn ein Spatzenhirn, das nicht dazu in der Lage ist, selbständig zu denken? Wenn wir weiter so gedankenlos unseren Planeten plündern, dann werden wir schon sehen und fühlen wohin das führt.
Liebe Geschwister, dies ist absolut keine gute Entwicklung. Stellt euch vor:
Papier- und Kartonagenherstellung verschlingen ganze Wälder. Die Kosten zu Herstellung haben sich fast schon verdoppelt. Die vielen Transporte verbrauchen Unmengen an Treibstoff. Die Zustelltransporter verstopfen bereits spürbar unsere Straßen. Abfälle vergrößern unsere Müllberge noch mehr. Unsere unnötigen Hinterlassenschaften müssen teuer beseitigt werden, sodass wir immer mehr zahlen müssen. Wir arbeiten bald nur noch für unseren Müll.
Das sind auf Dauer keine Zustände. Wenn wir uns selbst nicht zum Sparen erziehen können, werden uns die Folgen erdrücken. Seht euch das doch mal genau an, bevor ihr unnütze Dinge bestellt, nur weil es so einfach ist. Jeder von uns ist aufgefordert, darauf zu achten, welche Folgen unser Tun hat. Wir leben im Schlaraffenland, doch vor unserer Haustüre stapeln sich die Müllberge. Den Ernst der Lage haben wir wohl immer noch nicht verstanden. Wir können nicht immer alles als selbstverständlich betrachten, dass andere unseren Dreck wegräumen. Wir können es uns auch nicht länger erlauben, alles auf die Dienstleister und die Politiker abzuwälzen, wir alle tragen die Verantwortung für unser Tun. Als Verbraucher haben wir die Macht, das Unmögliche zu ändern.
Bitte, bitte denkt nach wie ihr den Verbrauch stoppen könnt.
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