September 2021

Paarbeziehungen heute und morgen

 

 

Liebe Geschwister,

 

die Zeiten haben sich geändert, auch in den Paarbeziehungen hat sich vieles verändert. Heute ist der Mensch, zumindest in der westlichen Welt, freier geworden, was zur Folge hat, dass jeder über sich selbst bestimmen kann. Frauen waren den Männern, da diese meist körperlich kräftiger waren und sind, vielfach unterlegen und mussten gehorchen. Es zählte nur das Gesetz des Stärkeren.

 

Heute wird immer mehr Rücksichtnahme gefordert und wenn Männer in ihrer Achtsamkeit den Ansprüchen einer Frauen nicht mehr folgen können, geraten sie früher oder später ins Abseits, denn Frauen benötigen heute keinen Ernährer mehr, um ihre Kinder großzuziehen, sie können selbst für ihren Unterhalt sorgen. Wird es eines Tages so sein, dass Männer und Frauen getrennte Wege gehen und sich nur noch zur Paarungszeit treffen?  

 

Das hört sich sonderbar an, doch teilweise ist es ja auch heute schon so. Machos und Muskelprotze sind bei Frauen nicht mehr so gefragt wie früher, sie können mit ihrem Gehabe nur noch Ihresgleichen imponieren. Gibt es vielleicht deshalb heute so viele gleichgeschlechtliche Paare? Vielleicht gibt es in Zukunft auch eine Rudelbildung, getrennt in Männer- und Frauengruppen? Doch wäre diese Aufteilung so erstrebenswert?

 

Auch das ist heute schon normal zu beobachten, nur ist es noch nicht so extrem aufgefallen und benannt worden. Wenn wir Herdentiere in freier Wildbahn beobachten, dann sehen wir dieses Verhalten als natürlich an. Auch dort neigen männliche Tiere zur Gewalt, was weibliche Tiere in die Flucht treibt. Entwickeln wir uns als Menschheit etwa auch in diese Richtung? Eine logische Folge wäre es freilich schon, da Gewalt gegen Frauen eher zunimmt, und sich Frauen nicht mehr alles gefallen lassen.

 

Im Sinne der Menschheitsentwicklung wäre dies schade, denn beide Geschlechter können sich gegenseitig ergänzen und inspirieren und sich dadurch auch schneller weiterentwickeln. Wenn sich jedoch das Dominanzverhalten der Männer nicht zügeln lässt und beide Geschlechter nicht gleichberechtigt angesehen werden, wird dies zu einer ernsthaften Spaltung zwischen ihnen führen.

 

Im Nahen Osten ist zu sehen, wie sehr die Männer dort die Macht der Frauen fürchten und sie deshalb ihre Frauen mit aller Gewalt unterdrücken wollen. Dies lässt sich jedoch nicht ewig so beibehalten, denn der Mensch, egal welchen Geschlechts, strebt immer nach Freiheit.

 

Im Unterschied zu den Tieren haben Menschen die geistige Möglichkeit sich zu verändern, doch vielen Männern fällt es noch sehr schwer, mit der neuen Zeit mitzuhalten. Jetzt schon und in Zukunft noch mehr, wird Harmonie und Achtsamkeit im menschlichen Zusammenleben zwischen Paaren und Gruppen immer dringlicher gefordert. Wer sich nicht anpassen kann, stellt sich selbst ins Abseits.

 

Denkt bitte darüber nach, wie es weitergehen könnte.

 

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