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Artikel 10/2019 Das wollt ihr gar nicht wissen
Liebe Geschwister, folgendes Thema macht mich beschämt und traurig. Während ich dies schreibe, verflacht mein Atem und mein Solarplexus zieht sich zusammen. Mir ist schlecht und so fühle ich mich auch. Lasst mal folgende Zahlen auf euch wirken, vielleicht fühlt ihr euch dann auch so wie ich. ____________________ Als Beispiel eine Statistik der Tiertötungen in Deutschland für das Jahr 2017, veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt (aus dem Internet übernommen)
57,9 Mio. Schweine 3,5 Mio. Rinder 16,3 Mio. Enten 35,1 Mio. Puten 575.000 Gänse 600 Mio. Masthühner 31,3 Mio. Suppenhühner – die ein Leben als Legehenne hatten. 2 Mio. Schafe, Lämmer, Ziegen und Pferde Zahlen für Fische, Kaninchen und Wirbellose werden in den offiziellen Statistiken nicht erfasst. ____________________
Dreht sich euch da nicht der Magen um? Macht euch nun selbst eine weltweite Hochrechnung.
Meine Nackenhaare stellen sich bei dem Gedanken auf, dass so viele Tiere um des Menschen Willen leiden und sterben müssen. Die Vorstellung, dass jedes dieser Tiere ein Lebewesen wie der Mensch war, lässt mich beinahe kotzen. Wie kann ich ohne ein schlechtes Gewissen noch ein Schnitzel essen? Mir wird wieder einmal bewusst, welch barbarisches Wesen der Mensch doch ist und ich gehöre dazu.
Wir als Verbraucher bekommen von diesem Elend und Leid der Nutztiere kaum etwas mit. Wir wollen es wohl auch gar nicht wissen. Wir wollen nicht wissen, dass sich dieses blutige Schauspiel Tag für Tag ereignet, denn sonst würde uns der Appetit vergehen. Ströme von Blut ergießen sich jeden Tag über die Erde. Der Gedanke an das endlose Schlachten dieser wunderbaren Tiere macht mich sprachlos und ich bin entsetzt von meiner eigenen Gefühllosigkeit und Grausamkeit. Ich wollte schon längst Vegetarier werden und schaffe es doch nicht. Ich fühle mich erbärmlich.
Steaks und Schnitzel werden für uns von Metzgern bratfertig zugeschnitten und nach Wunsch portioniert, damit wir sie nur noch in die Pfanne legen müssen und das Fleisch dann genüsslich essen können. Das alles kommt mir plötzlich so pervers vor. Bin ich in einem schlechten Film? Was fühlt eigentlich so ein Metzger, wenn er die Tiere im Akkord tötet? Empfindet er Mitgefühl für das verängstigte Tier? Wohl nicht, denn wie sonst könnte er diesen blutigen Job auch machen?
Angesichts dessen, was die Menschheit da so gedankenlos und gefühlskalt tut, wird mir immer klarer, wie sehr unsere Herzen noch verschlossen sind. Wir brauchen uns nicht aufzuregen, wenn wir vom tragischen Tod eines Menschen erfahren, es ist doch alles Heuchelei. Wen wundert es da noch, dass es auf der Erde so viele Kriege gibt? Wir sind die größten Raubtiere auf Erden, eine grausame Spezies, die wahres Mitgefühl noch erlernen muss.
Denkt einmal ganz bewusst nach, wie ihr darüber fühlt? Lässt euch dieses Thema kalt?
Wie esst ihr euer Steak am liebsten? Blutig?
Liebe Geschwister, wenn euch das Ausmaß des Leides auf Erden nur einmal kurz bewusst wird, dann lasst uns weinen und beten, dass wir dieses Jammertal eines Tages überwinden können. Ich verurteile niemanden für sein Verhalten, denn ich bin auch nicht besser.
Bitte denkt darüber nach.
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