Nichteinmischung

 

Manchmal möchte man zu gerne anderen sagen wo es lang geht, weil man glaubt der Andere würde in sein Verderben rennen. Ob dies in der Familie, im Freundeskreis oder in der Arbeit ist. Doch jeder muss seine Erfahrungen alleine machen. Jeder muss und kann oft erst durch seine Fehler lernen, denn er muss ja letztendlich auch die Verantwortung dafür selbst tragen.

Wenn man also einem geliebten Nächsten seine Freiheit lässt, zu tun was er will, auch wenn er mit seinen Handlungen scheinbar in sein Unglück rennt, dann hat er damit die Möglichkeit schneller zu lernen. Sich nicht einzumischen kann darum auch ein Akt der Nächstenliebe sein. Oftmals muss ein Mensch mehrere Leben lang im Sumpf seiner Fehler verbringen um seine innere Balance zu finden. Wir leben natürlich in einer Gemeinschaft und so ist es fast unmöglich sich nicht in die Angelegenheiten des Anderen einzumischen. So entstehen unsere berühmten Dramen an denen wir natürlich auch gemeinschaftlich wachsen können.

In manchen heiklen Streitsituationen jedoch ersparen wir uns selbst, durch Nichteinmischung auch viel Ärger und Energie, was nicht heißen sollte, dass wir unbeteiligt oder unberührt vom Schicksal eines Mitmenschen sein sollten. Wir sind allerdings auch nicht verpflichtet uns in das persönliche Drama eines Anderen einzumischen oder uns hineinziehen zu lassen. Wenn es allerdings um das Leben eines Anderen geht, gelten natürlich menschliche und moralische Ausnahmen und auch die gesetzliche Pflicht helfend einzugreifen, so es möglich ist.

Wir selbst sollten uns stets bemühen, unsere eigenen Tugenden zu stärken und uns in der Öffentlichkeit sowie auch im privaten Umfeld entsprechend verhalten. Durch wahrhaftiges und aufrichtiges Handeln den Mitmenschen gegenüber zeigen wir, dass sich innerer und äußerer Frieden im Leben positiv auswirkt. So können wir Anderen ohne Einmischung ein Vorbild sein und sie vielleicht zu ähnlichem Verhalten anzuregen.

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