Januar 2022

Vermeidbare Krisen

 

 

Liebe Geschwister,

 

Ökologie und Ökonomie sind eine Wissenschaft, welche heute immer mehr in den Fokus rückt. Die Menschheit in ihrer Masse, ist ökologisch aus dem Rahmen gefallen. Sie hat eine Größe überschritten, die ihr nun zum Verhängnis wird. Um jedoch lebensbedrohliche Krisen wie unsere zu verbmeiden, braucht es einen Maßstab, bis zu welcher Grenze eine Spezies in einem intakten Ökosystem gut leben kann. Dass die Menschheit diese zumutbare Grenze zahlenmäßig schon weit überschritten hat, das bezeugen die zerstörerischen Eingriffe in der Natur und die daraus entstandenen Naturkatastrophen. Der Planet Erde ist begrenzt und auch das Wachstum der Menschheit hat ihre Grenzen.

Wir stehen voll in der Krise und merken erst jetzt, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der Mensch zerstört seine Umwelt, aufgrund dieser, das Maß überschrittenen Zahl von Menschen. Dies ist leider noch nicht in den Fokus des Weltinteresses gerückt. Dieses Thema ist ein heißes Eisen, da es mit vielen Bedenken diskutiert wird. Dieses Thema wird noch nicht ernst genommen und hinausgeschoben, da die Politiker nur auf stetes Wachstum setzen. Ausuferndes Wachstum schadet jedoch nur, oder wissen wir das noch nicht?

Die Wissenschaft der Ökologie braucht jedoch mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit um drohendes Unheil frühzeitig zu erkennen, wenn ein Ungleichgewicht droht. Daneben müsste es eine machtvolle Institution geben, die auch gesetzlich eingreifen kann, um größeren Schaden von der Menschheit abzuwehren. Im Sinne der Menschheit wäre dies dringend notwendig, da die Natur nun selbst schon für eine Reduzierung der Menschheit sorgt. Es sterben bereits ganze Landstriche in Afrika aus und werden zu Wüsten und mit der Natur sterben dort auch die Menschen und Tiere. Wenn keine regulierenden Gegenmaßnahmen eingeleitet werden – die Geburtenzahlen zu reduzieren – kommt es automatisch zu einem verheerenden Massensterben. Wir leben bereits inmitten der Krise.

All die zu erwartenden Krisen, die uns noch in Zukunft heimsuchen werden, wie Klimaanomalien und Seuchen sind die Folge dieser Überbevölkerung. Wenn hier keine gezielten Maßnahmen ergriffen werden können, dann werden wir auf natürliche Weise reduziert. Um ein natürliches Maß und Gleichgewicht in der Natur zu erhalten, braucht der Mensch ein größeres allgemeines Bewusstsein. Leider fehlt uns in der Masse das notwendige Bewusstsein dafür, wo unsere Grenzen sind.

Krisen wären vermeidbar, wenn wir das Verständnis dafür hätten. So aber sind wir den Naturgesetzen ausgeliefert. Auch der Mensch kann die Naturgesetze nicht missachten, ohne bei Grenzüberschreitungen, in die Schranken gewiesen zu werden. Die Menschheit muss lernen mit der Natur im Einklang zu leben, wenn er ein gutes Leben haben will.

Die Missachtung der Naturgesetze und unser Unwissen darüber, hat alles Leid und Elend auf der Welt hervorgebracht. Unser Überlebenswille als Menschheit zwingt uns zum lernen. Wir können nicht ewig auf der Erde leben und nur unserem Vergnügen nachgehen, wir haben eine Verantwortung für unsere menschliche Existenz und für alles was sich auf der Erde befindet. Für unser Überleben als menschliche Spezies brauchen wir eine Bewusstseinserweiterung, die auch den Einzelnen erkennen lässt, was wir uns erlauben können und was nicht. Dazu müssen wir auch das nötige Verantwortungsbewusstsein entwickeln.

Die Masse muss lernen ökologisch zu denken, doch dazu muss sie auch über die ökologischen Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten aufgeklärt werden. Ökologie als Schulfach, schon in der ersten Klasse, wäre dafür äußerst sinnvoll. Um die Abläufe in der Natur auch zu verstehen, dafür müssen uns schon frühzeitig die aktuellen Forschungsergebnisse näher gebracht werden. Je früher umso besser.

Wenn, wie heute, ein Maß überschritten ist und sich schon negative Folgen zeigen, ist es zu spät uns aufzuklären. Ohne Wissen über die Zusammenhänge, können wir auch kein Verständnis für plötzliche Einschränkungen aufbringen und viele werden dagegen rebellieren. Wenn wir glauben, wir werden von den Politikern mutwillig in unserer Freiheit eingeschränkt, führt das nur zu Aufständen. Mangelndes Wissen führt zu mangelndem Verständnis. Der Menschheit fehlt es am ökologischen Grundwissen. Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, Zusammenhänge in der Natur zu erforschen und sie an die Menschen weiterzugeben. Dass die Erkenntnisse beim einzelnen auch ankommen, dafür muss die Politik sorgen. 

Aus Unwissenheit haben wir unsere Freiheit bis zum Anschlag ausgekostet und müssen nun für die Folgen unseres Handelns geradestehen. Wer Zusammenhänge nicht versteht, der will sich auch nicht einschränken. Heute interessieren wir uns fast nur für Dinge die unser Ego mästen und nicht mehr für die wahre Natur des Lebens. Auf dieser Grundlage können wir nicht überleben. Unser Bildungssystem muss hier noch viel mehr Anpassungen vornehmen um auch jeden Menschen aufzuklären.

Was unsere Politiker machen, sind, immer nur Stückwerke anzugehen, wie beim Thema Klimaveränderung, als würde es ausreichen, nur den CO2-Ausstoß zu reduzieren und Bepreisungen für den Verbrauch einzuführen. Über die tieferen Hintergründe denken wir nicht mal nach. So jedenfalls wird das nix, die eingeleiteten Maßnahmen führen nur zur Inflation, was Aufstände zur Folge hat. So hecheln wir uns von Problem zu Problem und machen die Probleme dabei nur noch größer. Leider haben wir auf allen Ebenen unsere Macht an Obrigkeiten abgegeben. Wir haben es versäumt, uns selbst schlau zu machen. Nun sollen Politiker für uns, die schlauen Entscheidungen treffen. Kann das gut gehen?

 

Bitte denkt darüber nach und werdet schau.

zur Startseite