Artikel 01/2020

Die Brüder Kain und Abel

 

 

Liebe Geschwister,

 

die Geschichte von Kain und Abel ist eine Metapher, die für den Umgang der Menschen untereinander steht. Die Zeiten haben sich seitdem geändert, die Menschen leider kaum. Eine steigende Verrohung unter den Menschen macht sich derzeit wieder besorgniserregend breit. Es gibt Gott sei Dank viele, die Guten Willens sind, doch es gibt leider Gottes eine Menge Menschen, die in ihren Herzen verschlossen sind und ihren Geschwistern das Leben zur Hölle machen.

 

Liebe Geschwister, lasst uns gemeinsam darüber nachdenken, wie wir die Herzen dieser Menschen wieder für die Liebe öffnen können. Es gibt so viele Ungerechtigkeiten auf der Welt, sodass es scheint, als könne daran nichts geändert werden. Wenn wir uns jedoch taub stellen und nichts dagegen unternehmen, wird die Weltsituation immer noch schlimmer. Die Menschheit wächst unkontrolliert weiter, die Ressourcen werden knapper, doch der Mensch feiert ohne nachzudenken munter weiter, so als ginge ihn das alles nichts an. Dieses Desinteresse kann nur im Exodus enden. Wir müssen darum dringend über unser Handeln auf allen Gebieten nachdenken. Was können wir uns weiter erlauben und was nicht mehr? Gewaltverherrlichung durch alle Arten von Bildern müsste wie die Atombombe geächtet und verboten werden. Wer den negativen Einfluss von Gewaltvideos und Gewaltfilmen auf Heranwachsende bestreitet, macht sich an unseren Kindern und an der Gesellschaft schuldig.

 

Es wird immer klarer, wenn wir als Menschheit überleben wollen, müssen wir unsere Komfortzone verlassen und alles auf den Prüfstand stellen. Wir müssen weg vom ewigen Diskutieren, hin zum aktiven Handeln, oder sollten wir zusehen, wie die Welt immer weiter verroht und untergeht? Jedem, dem das Wohlergehen der Menschheit am Herzen liegt, sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten ein Zeichen des Friedens setzen. Für den Frieden auf die Straße gehen ist eine Möglichkeit, doch dadurch ändert sich nichts in den Herzen der vielen Herzlosen.

 

Dieser noch viel zu große Teil der Menschheit muss überzeugt werden, dass der Weg der Negativität in den Untergang führt. Es wird immer wichtiger, ein Massenbewusstsein für positives Denken und Handeln zu schaffen. Die Menschheit muss aus dem Tiefschlaf erwachen und die Dringlichkeit zum Umdenken erkennen, damit sich die Welt wieder zum Guten verändern kann.  

 

Liebe Geschwister, liebe Menschenfreunde, macht euch Gedanken darüber, wie ihr eure schlafenden Brüder und Schwestern erreichen könnt, damit auch sie sich dem Wohle von Allem verpflichtet fühlen. Sind wir denn nicht alle zusammen eine große Menschheitsfamilie, die auch zusammenhalten sollte? Schwarze Schafe wird es wohl immer geben, doch unter ihnen sind bestimmt auch viele, die das Weltgeschehen besorgt betrachten, die drohenden Gefahren aus dem Untergrund erkennen und umdenken können. Lasst euch überzeugende Argumente, die für das Gute sprechen, für sie einfallen. Lasst sie in ihrer Not nicht allein.

 

Die Appelle der Religionsinstitutionen haben kaum etwas bewirkt, einige ihrer Lehren und Lehrer sind leider sogar daran beteiligt, dass sich Geschwister untereinander feind sind. Dadurch können sie leider nicht allen Menschen als ernstzunehmendes Vorbild dienen. Liebe Geschwister, seht genau hin, was ihr als Gut und was ihr als Schlecht empfindet. Hört nicht auf Hetzer und Hassprediger, sondern macht euch eure eigenen Gedanken darüber, wie die Welt trotz aller Unkenrufe doch noch in ein Paradies verwandelt werden kann. Ganz bestimmt erreicht ihr das nicht dadurch, euch gegenseitig immer weiter zu bekriegen. Begrabt endlich eure Feindschaften und reicht euch die Hände zum Frieden. Nur so geht das.

 

Liebe Geschwister, denkt über diesen Appell nach und lasst eurerseits den gut gemeinten Worten beherzte Taten folgen.

Hört in allem was ihr tut auf euer Herz.

 

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