Artikel 05/2020

Berufliche Gleichstellung der Frau

  

 

Liebe Geschwister,

 

im Geschlechterkampf streiten Mann und Frau um ihre Position, die sie im gesellschaftlichen Leben einnehmen wollen. Bis dato ist der Mann noch in einer tonangebenden Stellung und die Frau ist immer noch mehr oder weniger das Anhängsel des Mannes. Weltweit haben Männer das Sagen, sie bestimmen zumeist die Richtung in der Politik und im Arbeitsbereich. Gesellschaftlich fühlen sich Frauen den Männern immer noch untergeordnet, denn der gesellschaftliche Fokus liegt auf Kapitalvermehrung, Macht und Einfluss. Dies hat Tradition und wird eher Männern zugetraut.

 

Eine praktikable 50:50 Aufstellung von Männern und Frauen im Beruf lässt sich jedoch aufgrund der unterschiedlichen Geschlechterrollen nicht 1zu1 durchsetzen, denn durch die Institution Ehe und Familie mit Kindern wird eine zahlenmäßige Ungleichheit, auch trotz aller Maßnahmen - wie Frauenquoten - so bleiben, wie sie ist. Frauenrechtlerinnen wollen dies jedoch nicht differenzieren und anerkennen, sie kämpfen weiterhin verbissen um immer mehr Einflussname auf allen Gebieten des beruflichen Lebens. Es scheint so, als wollten sie alle Rollen gleichzeitig einnehmen, Ehefrau, Mutter und Karrierefrau. Wozu wäre dann ein Mann noch gut?

 

Um eine gesellschaftliche Anerkennung und Gleichstellung zu erreichen, laden sich viele Frauen schier übermenschliche Bürden auf. Durch diesen Kampf erreichen sie jedoch nicht das Erstrebte, die totale Gleichstellung, sondern machen sich damit zwangsläufig zu Konkurrentinnen des Mannes, der seinerseits um seine berufliche Zukunft, seine Existenz und um seine bisherige Rolle als Familienoberhaupt und Ernährer fürchten muss. Dadurch entstehen ein geschlechterspezifischer Verdrängungswettbewerb und ein ungesundes Kräftemessen, welches beiden Seiten auf Dauer nur schadet.

 

Eine gesellschaftliche Anerkennung und Gleichstellung der Frau wird so nicht erreicht, denn der Schalter muss in den Köpfen der Menschen umgelegt werden. Es geht vielmehr um Gleichwertigkeit der Geschlechter. Um eine Gleichwertigkeit von Mann und Frau zu erreichen, muss das Rollenbild von Mann und Frau entzerrt werden.

 

Frauen sollten sich nicht in einer Opferrolle sehen oder in sie hineindrängen lassen, sondern auf ihr Frausein stolz sein und selbstbestimmt alleine oder mit ihrem männlichen Partner zusammenleben. Wenn Paare bewusst eine Familie gründen wollen, sollte jeder seine spezifische Rolle einnehmen. Immer jedoch mit dem Hintergedanken, dass jeder auch alleine leben und im Fall einer Scheidungen, für sich sorgen kann.  

 

Was gibt es Erstrebenswerteres als ein glückliches Familienleben in einer liebenden Partnerschaft, ein behagliches Heim und eine sichere und geborgene Umgebung für ihre Kinder? Um dies zu ermöglichen, sollten Frauen - und das tun viele auch -  ihre beruflichen Ambitionen bewusst und freiwillig zurückstellen und die Rolle der Hausfrau und Mutter nicht als Makel, sondern als eine Sonderstellung verstehen, der alle Anerkennung gebührt.

 

Um jedoch auch im Rentenalter nicht in Armut zu geraten, müssen Frauen die Kinder erziehen, auch finanziell abgesichert sein. Der Staat sollte darum den Frauen, die der Kinder wegen auf eine berufliche Karriere verzichten, mehr finanzielle Sicherheiten geben, auch für den Fall, dass eine Ehe scheitert. Die Gesellschaft profitiert davon, wenn ihre Mitglieder psychisch stabil und belastbar sind.

 

Eine große Anzahl von Frauen jedoch wollen weder auf Kinder noch auf Karriere verzichten, doch alles unter eine Hut zu bringen, schafft auf der einen oder anderen Seite nur ein Defizit für die Beteiligten. Fehlende Mutterliebe, durch ständige berufliche Abwesenheit oder berufliche Fehlzeiten wegen krankheitsbedingter Kinderbetreuung, führen zu Stress und Überlastung der alleinerziehenden Mutter, mit oft verheerenden psychischen Spätfolgen der Kinder im Erwachsenenalter.

 

 Frauen sollten ihre Rolle als Hausfrau und Mutter möglichst zusammen mit einem fürsorglichen Partner bewusst wählen, damit die Frau durch eine Doppelrolle in Familie und Job nicht überfordert wird. Ein missverstandenes Rollenbild von Mann und Frau erzeugt nur ein Gefühl von Ungleichheit, die es so gar nicht geben dürfte, da beide Geschlechter gleichwertig sind.

 

Da viele Frauen jedoch noch eine Menge anerzogener Minderwertigkeitsgefühle mit sich herumschleppen, werden sie von Männern mit ebensolchen Minderwertigkeitsgefühlen noch allzu oft unterdrückt. Dies ist jedoch kein Problem der Gleichberechtigung, sondern das Ergebnis von fehlendem Selbstbewusstsein auf beiden Seiten. Auch nicht alle Männer sind schon emanzipiert.

 

Eine berufstätige Karrierefrau sollte sich genau überlegen, ob ein Kinderwunsch nicht zu egoistisch ist, vor allem dann, wenn ihr die Zeit zur Erziehung ihres Kindes fehlt. Kinder sollte man sich leisten können, nicht nur finanziell sondern auch zeitlich, damit sie in einer intakten Familie liebevoll aufwachsen und sich später auch im Erwachsenenleben selbstbestimmt behaupten können.

 

Frauen, die Kinder in die Welt setzen, ohne für sie angemessen sorgen zu können, entweder, weil sie ständig beruflich unterwegs sind oder in Armut leben, handeln egoistisch und verantwortungslos. Wer die Verantwortung der Kindererziehung auch noch der Gesellschaft aufbürdet, erzeugt Kinderarmut und soziales Elend. So entsteht das eigentliche Übel in der Welt. Die Frauen in der Welt tragen eine große Verantwortung, der sie leider nicht gewachsen sind.

 

Emanzipation bedeutet vor allem auch Selbstdisziplin, darum sollte jede Frau an ihrer eigenen menschlichen Entwicklung arbeiten, bevor sie die verantwortungsvolle Rolle als Mutter anstrebt. Es ist einfach, Kinder zu zeugen, doch ihnen gebührend viel Zeit, Geborgenheit und Liebe zu schenken, erfordert unendlich viel mehr.

 

Kinder brauchen Liebe, doch auch eine ausreichend finanzielle Sicherheit für den unbeschwerten Start ins Leben. Um Frauen in ihrer Rolle als Mutter zu unterstützen, dafür hat der Staat zu sorgen. Kinderarmut und Rentenbenachteiligung erziehender Mütter dürfte es in einer gesunden Gesellschaft gar nicht geben.

 

Männer können sich aus der Verantwortung der Kindererziehung stehlen und jederzeit im Beruf austoben und Geld verdienen, erziehende Mütter tragen jedoch immer die Verantwortung für ihre Kinder und werden deswegen beruflich leider immer noch diskriminiert. DAS muss sich ändern.

 

Bitte denkt darüber nach.

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