Artikel 10/2020

Was Gewalt aussagt

 

 

Liebe Geschwister,

 

das Verhalten vieler frustrierter Bürger, die zu Gewalt neigen, sagt viel über ihren inneren seelischen Zustand aus. Sie haben zu viel Gift in Form von Ungerechtigkeiten geschluckt und wollen diese nun wieder auskotzen. Ihr Frust drückt sich heute besonders in der Kriminalität, im Terror, in der Gewaltverherrlichung, durch öffentliche Randale, durch religiöse Zwangsvorstellungen, im Machogehabe, durch Hasskommentare im sozialen Netz aber auch durch Selbstmorde aus. Diese bedauernswerten Zeitgenossen sind von der Gesellschaft enttäuscht und wollen es ihr heimzahlen.

 

In ihren Augen sind alle schuldig, weshalb sie bei einem Wutausbruch wahllos alle Menschen, die ihnen über den Weg laufen, angreifen. Sie kennen oft nur das Mittel der Gewalt, um ihre von Ungerechtigkeit und Schmerz getrübte Seele wieder zu befreien. Ihr herzloses Verhalten ist ein verzweifelter Schrei nach Gerechtigkeit. Sie erkennen nicht, dass sie sich damit am meisten selbst verletzen. Ein Umdenken in ihrer Einstellung findet oft erst statt, wenn sie selbst ganz unten angekommen sind. Vorher lassen sie nichts und niemanden mehr an sich heran.

 

Die Gesellschaft kann sich da leider nicht ganz freisprechen, denn da wurde offenbar nichts getan, um diese Menschen aus ihrer seelischen Not zu befreien. Um das Übel in der Gesellschaft auszurotten, dazu wäre eine allgemeine Verhaltensänderung auch in der Gesellschaft notwendig.

 

Was können wir tun, damit auch diese Menschen sich von der Gesellschaft angenommen fühlen? 

 

Wir kommen auf Dauer nicht umhin, uns mit dieser Frage zu beschäftigen. Noch mehr soziales Verhalten ist da wohl gefragt. Nicht noch mehr Geld, sondern einfach nur Liebe und Verständnis. Fangt bei den Kindern an, damit sie als Erwachsene fest im Leben stehen können. Wir brauchen dazu noch mehr Ideen und Menschen, die sich dafür engagieren. Habt ihr vielleicht eine umsetzbare Idee? Dann setzt sie bitte um.

 

Bitte denkt darüber nach

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