Artikel 04/2020

Dankbarkeit zeigen

 

 

Liebe Geschwister, 

 

wer bedankt sich heute noch für das, was wir vom Leben geschenkt bekommen? Wir glauben doch vielmehr, dass alles nur einen Preis hat und wir durch den Kauf einer Ware das Nutzungsrecht darauf erworben haben. Mehr interessiert uns doch nicht - oder? Wenn wir ein Stück Fleisch kaufen, machen wir uns Gedanken darüber, welches Tier für uns gestorben ist, wie es gelebt und gelitten hat? Bedanken wir uns für dieses Opfer? Wenn wir ein Haus bauen oder ein Auto kaufen, bedanken wir uns bei den Rohstoffen aus denen es besteht, denken wir darüber nach woher diese kommen, wer sie abgebaut und verarbeitet hat?

 

Über all diese Dinge machen wir uns keinerlei Gedanken, denn sie sind für uns selbstverständlich geworden. Ihren wahren Wert können wir nicht mehr schätzen. Sogar unser eigenes Leben wertschätzen wir nicht mehr.

 

Wann hast Du das letzte Mal Danke gesagt? Wann überhaupt hast Du dich bei Mutter Erde für ihre Gaben bedankt? Dankst Du den Lebensmitteln die Du täglich isst, oder den Stoffen aus denen deine Kleidung besteht? Dankst Du all den Gebrauchsgegenständen, die Du täglich benutzt?

 

Wäre es nicht mal Zeit darüber nachzudenken, woher all das kommt? Wer hat uns das Leben geschenkt? Wer hat all die Bäume, Früchte und Blumen wachsen lassen? Welche Zusammenspiele in der Natur sind nötig, um diese schöne Welt zu erschaffen? Wir alle sind Teil dieser Natur und sollten alles, was uns umgibt, wieder mehr als bisher wertschätzen. Warum erkennen wir den Wert des Lebens immer erst dann, wenn uns eine Naturkatastrophe oder ein Schicksalsschlag ereilt hat und wir alles verloren haben?

 

 Corona hat uns unsere Krone und unseren Thron genommen. Wir fühlten uns so sicher und erhaben, dass wir glaubten, uns könne nichts von unserem Thron stürzen. Wir hätten nie geglaubt, dass uns weltweit und ohne Unterschied und Ausnahme alle dasselbe Schicksal ereilen könnte. Nun, da wir am Boden liegen, sollten wir darüber nachdenken, was wir aus dieser Lektion lernen müssen?

 

Achtsamkeit und Dankbarkeit täte uns allen gut. Vielleicht wäre es wieder Zeit zum Beten? Wer kennt das Vaterunser noch? Wer hält sich noch an die zehn Gebote? Wir haben uns so sehr von uns selbst entfernt, dass wir glaubten, uns gehöre die Welt und wir machen könnten, was wir wollen. Nun müssen wir erkennen, dass wir höchstens Lehnsherren sind, die die Erde verwalten dürfen. Wenn wir uns daneben benehmen, was wir ja ständig tun, wird uns die rote Karte gezeigt und uns im schlimmsten Falle alles genommen, was uns lieb ist.

 

Wertschätzung – auch darüber sollten wir wieder nachdenken. Die Erde und alle Lebewesen darauf sind eine untrennbare Einheit und diesem Schatz sollten wir als Menschheitsfamilie respektvoll begegnen, denn Mutter Erde ist unsere Heimat, die wir ehren, wertschätzen und hüten müssen. Dem Schöpfer allen Lebens gebührt unser aller Dank. Lasst uns wieder einmal bewusst für alles Danke sagen.

 

DANKE   DANKE   DANKE

Liebe Geschwister, seid herzlichst umarmt.

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