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Dieser Artikel vom 03-2021 ist bereits überholt. Derzeit 10-2021 ist alles wieder relativ ruhig, doch wer weiß, was die Zukunft noch alles für uns bereithält? Die Geschichte könnte vielleicht schnell wieder aktuell werden. Ich lasse darum den Artikel als Rückschau stehen. Corona und kein Ende
Liebe Geschwister,
nichts ist mehr wie es war. Corona hat die Welt im Würgegriff und lässt sich nicht abschütteln. Auch wenn wir uns dagegen aufbäumen, nicht wahrhaben wollen was geschehen ist und verzweifelt versuchen die alten Zeiten wieder zurückzuholen, so gelingt uns dies nicht. Manche können und wollen nicht glauben, dass ihr Bewegungsspielraum jetzt so drastisch eingeschränkt ist. Ganz Aufsässige, die Corona keine Macht über sich geben wollen, besuchen nach wie vor Großveranstaltungen oder reisen wie eh und je in der Welt umher, ohne sich zu schützen. Sie wollen einfach die Gefahr, die von dem Virus ausgeht, nicht wahrhaben und missachten jegliche Vorsichtsmaßnahmen, die von den Regierungen vorgeschrieben und empfohlen werden. Durch diese trotzige Auflehnung gefährdet sie sogar die Gesundheit ihrer Mitbürger, in Kindergärten, Schulen, Altenheime, Arbeitsplätze und in der eigenen Familie.
Ist es denn zu viel verlangt - in Krisenzeiten – mal auf etwas zu verzichten?
Je länger wir dem Virus ausgeliefert sind, umso weniger scheinen manche ihn zu fürchten, denn nicht jeder infizierte stirbt daran, doch wer kann schon genau sagen, was Richtig und was Falsch ist und wen es trifft und wen nicht? Vielleicht muss unser Immunsystem den Virus ja auch erst kennenlernen um eine erste Immunität gegen ihn aufzubauen, damit er vielleicht irgendwann die Gefährlichkeit einer normalen Grippe annimmt. Wir misstrauen doch meist unserem Körper und trauen ihm nicht zu, dass er sich selbst heilen kann, vielleicht sollten wir das jetzt lernen? Doch bis acht Milliarden Menschen Bekanntschaft mit dem Virus geschlossen haben, wird es wohl noch eine Weile dauern. Die Welt jedoch kann sich einen weiteren Lockdown nicht mehr leisten, denn ohne Brot droht auch der Tod. Darum ist Vorbeugung und Vorsicht wohl angebracht.
Wir sollten unsere menschlichen Grenzen akzeptieren und auch mal stillhalten und stattdessen die Zeit zum Nachdenken nutzen, um etwas über unsere Vergänglichkeit zu lernen. Jetzt auf die Straße zu laufen und gegen die Einschränkungen unserer Bewegungsfreiheit zu protestieren oder künstliche Feindbilder aufzubauen, zeugt doch nur von Gedankenlosigkeit und einem unbeugsamen Starrsinn, der jedoch die Situation, in der sich die gesamte Welt befindet, nichts ändert. Unseren eigenen Verstand einzuschalten, als uns von dunklen Gesellen aufhetzen zu lassen, wäre in dieser Situation doch wohl eher angebracht. Es ist der unsichtbare Virus der uns in unserer Maßlosigkeit gestoppt hat. Der gesunde Menschenverstand sollte uns sagen, dass wir hier durch Aufstände und Proteste nichts erreichen können.
Ob wir wollen oder nicht, in jedem Fall stößt uns die Situation aus unserer Bequemlichkeitszone und lässt uns entweder in Schockstarre verfallen oder flexibel werden. Vielleicht leben wir dann alle mehr im Jetzt und genießen das Leben Jetzt, als uns ein verschwenderisches Leben in der Zukunft vorzustellen, einer Zukunft die wir vielleicht gar nicht mehr erleben werden. Doch Angst sollte bei aller Unsicherheit nicht unser Ratgeber sein. Die Menschheit wird irgendwann auch das überleben, denn jede Herausforderung macht uns nur noch stärker und auch klüger. Vielleicht auch etwas weiser.
Wenn kleine Kinder aus Übermut außer Rand und Band geraten, müssen ihnen ihre Eltern Einhalt gebieten. So geht es nun der Menschheit – sie muss endlich erwachsen und vernünftig werden. Wir müssen einsehen, dass wir auf Dauer nicht über unsere Verhältnisse leben können. Damit wir dies begreifen, dafür sorgt nun eine höhere Macht.
Jetzt haben wir Zeit und können über unsere Überheblichkeit, die wir als angebliche Alleskönner und Allesbeherrscher so an den Tag legten, nachdenken. Wenn diese Prüfung uns ein Stückchen demütiger gegenüber dem Leben und der Schöpfung werden lässt, hat der Virus gute Arbeit geleistet. Wir haben vergessen, dass wir nicht die Herren über das Leben sind, sondern lediglich ein Teil des Ganzen. Wir haben unseren Platz noch nicht gefunden.
Vielleicht … Vielleicht … Vielleicht Vielleicht sollten wir einmal über uns nachdenken. Alles wird dennoch gut.
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